Alpe d’Huez, 6.7.2014

6.7.2014 (2. Tag: Alpe d’Huez + Iseran)

Alpe d’Huez bot (wie Macugnaga gestern) das zweite Jahr in Folge Sommerski an, wobei hier gestern der erste Skitag war. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist aber nur die obere 4SB geöffnet – aber da noch genug Schnee liegt, hat man unzählige Variantenmöglichkeiten, zusätzlich zu den plusminus 4 geöffneten Abfahrten.

Um 7:15 war ich skibereit an der Kasse in Alpe d’Huez, die um 7:25 aufgemacht hat. Skipass um 25,- € gekauft und kurz nachgefragt – diese Woche ist mal offen, wie es dann ab nächstem WE ausschaut, ist noch offen.

Um 7:28 war ich der Erste in der DMC, wodurch ich um 7:48 an deren Bergstation war. Dann hieß es aber leider warten, denn die erste PB fuhr heute erst um 8:10 Uhr – allerdings nicht öffentlich. Wir durften dann erst um 8:22 Uhr fahren. Einerseits nervig, aber da diverse Wetterberichte Sturmspitzen jenseits der 50 km/h angekündigt hatten, ließ man sich wohl etwas Zeit mit der Entscheidung, ob man heute fährt oder nicht. Den Tagesverlauf über war es an der 4SB windmäßig kein Problem, man fuhr wie vorgesehen bis ca. 12 Uhr.

Geöffnet waren etliche Abfahrten, sogar die unpräparierte schwarze unter der 4SB wurde im Laufe des Vormittags offiziell geöffnet. Hat aber auch zuvor keinen gestört, unter der Absperrung durchzufahren :-) Die östlich ausgerichteten Hänge waren bereits von der Früh weg schön firnig (die wurden dann ab 11 etwas pappig), so dass ich auch bald mal abseits fuhr.

Die Offpiste-Varianten sind ja der große Vorteil hier, zumindest wenn noch Schnee liegt, denn man kann im Laufe des Vormittags eigentlich gar nicht alle Varianten fahren! Überhaupt war der Schnee heute Offpiste so gut wie schon lange nicht mehr – denn es gab keinerlei “Eierkartonschnee” (war vor 2 Wochen in L2A und am Pissaillas anders) und er war auch schön fest, so dass man nicht einsank.

Eine Variante hätte ich aber nicht fahren sollen …

Meine letzten beide Skitage am Fedaia, mit Kaliningrad bzw. Kris, hatten ja ein paar Stellen, wo ich an meine Grenzen kam, aber das sollte nur die Vorbereitung für das sein, was mir heute geblüht ist! Vom Skiweg der Abfahrt her kommend in Verlängerung richtung Herpie-4SB hatte ich schon am Morgen einige Spuren gesehen. Im Laufe des Tages kamen dann einige Leute von der “anderen Seite” zur Talstation der 4SB (Skiweg von der Herpie-4SB). Als müsste es dort hintenrum einen Hang geben, den man fahren kann. Zudem waren die beiden (ein Paar, älter als ich), die ich an der Talstation von dort kommen sah, später wieder oben an der Zufahrt (und später sah ich noch ein Paar unten rumkommen) – also bin ich auch gefahren.

Der erste Hang war ja toll, aber dann … Dann! Eine steile, lange, schmale Rinne. Während die Frau vorsichtig abrutschte, hat der Mann sogar noch ein paar kurze Stemmschwünge gemacht. Und ich hatte entweder die Möglichkeit, wieder rauf zu gehen (was mich mind. eine Viertelstunde gekostet hätte) oder es zu probieren. Bin dann in die Rinne eingefahren, allerdings hab ich mich nicht abrutschen trauen (war inzwischen doch recht abgerutscht, zudem ist der Kantenhalt mit den Allmountains eben nicht so toll) – also bin ich eben vorsichtig abgestiegen.

In der Mitte gab es eine breitere Stelle, wo ich etwas ausruhen konnte, leider wurde die Rinne weiter unten noch schmäler. Allerdings dachte ich, ich könnte das untere Stück in Schuss runter und dann unterhalb der Rinne abbremsen. Ein bisschen bin ich oben noch abgerutscht, dann probierte ich es. Blöderweise wurde ich sehr schnell sehr schnell (ja, kein Rechtschreibfehler), so dass ich – so ich mich noch recht erinnern kann – ein paar kurze Schwünge in der Rinne machte und dann unten im freieren Bereich 4 Schwünge brauchte, bis ich zum Halten kam (was durch unruhigen Schnee + Steinen in der Piste auch nicht sooo einfach war – hatte teilweise echt befürchtet, dass es mich da noch irgendwo hinhaut).

Für den Rest des Skitages (ca. 2-3 Abfahrten) musste ich dann mit den weichen Knien und Oberschenkeln etwas langsamer fahren…

Richtig ärgerlich war aber meine Entdeckung im Zuge der Nachbearbeitung, also beim Betrachten der Fotos. Ich hatte nämlich vor dem Befahren der Rinne von gegenüber den Hang links der 4SB gut fotografiert. Und es wäre (bergwärts) links der Rinne ein super Hang gewesen, man hätte nur ein Stück über Felsen steigen müssen oder einen Hang auf Schnee hinauf. Und ich entdeckte auf meinem Bild vmtl. die besagten 2 Skifahrer, wie sie auf der hinteren Abfahrt gefahren sind. Also sind sie die Rinne vmtl. gar nicht 2x gefahren! Nun, für’s nächste Mal Sommerski in Alpe d’Huez weiß ich es: Von gegenüber hinschauen + dann auf den hinteren Hang wechseln.

Die Tunnelpiste war leider nicht möglich; obwohl man unten einige Spuren sah, hatte ich morgens aus der PB betrachtend nicht das Gefühl, dass man aus dem Tunnel rauskäme – und als ich dann auch noch sah, dass das Tor am Eingang soweit unten war, dass man am Boden hätte durchkriechen müssen – hab ich drauf verzichtet, es zu probieren …

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


^ Öffnungsstatus der Lifte momentan


^ GPS-Track 6.7.2014 (blau, 13 Abfahrten) und im Vgl. 2013 (orange, 2 Tage)


^ Irgendwann muss ich endlich mal im Winter hier her – damit ich den Korblift mal fahren kann :)


^ PB Pic Blanc; Spuren waren bis zur Hälfte zu sehen (ob die gestern durch den Tunnel konnten?)


^ Blick von der PB-Bergstation zur untern 4SB Herpie, die letztes Jahr im Betrieb war – heuer aber wohl etwas weniger Schnee und daher nicht offen.


^ Die leicht zerstörte Plattform an der PB-Bergstation


^ Starthang


^ Oberer Teil 4SB und PB-Bergstation; die rechts zu sehende schwarze (unpräparierte) Abfahrt war im Laufe des Vormittags sogar offiziell geöffnet. Na, sind auch zuvor schon genug runter ;-)


^ 4SB. Einst wohl alles eine gleichmäßige Gletscherfläche – heute durch die vielen Varianten durch die Felsen wesentlich interessanter.


^ 4SB, Abfahrten und die mittigen Varianten. Jede Schneise zwischen den Felsen kann man an einem Vormittag gar nicht fahren ,-)


^ Tunnel(piste) – das Rolltor an der Seite ist doch etwas arg weit unten – ich verzichte heuer auf eine Befahrung.


^ Vorne Fundamente vmtl. der Vorgänger-DSB. Den Hang dahinter sind heute ein paar gefahren (war mir dann aber zu schmal der Übergang) – letztes Jahr war das problemloser.


^ Der Starthang – mit tollem Grün-Weiß-Panorama, morgens super firnig, im Laufe des Vormittags dann aber schneequalitativ der schlechteste Hang.


^ Fundamente unterhalb des Tunneleingangs. Auch wieder interessant, hätte gedacht, dass zu Zeiten des Lifts hier noch Gletscher war. Dann fuhr man also auch in früheren Sommern hier eher auf Restschnee denn auf Gletscher?


^ Das Skiweg-Stück der Standard-Abfahrt. Noch genug Schnee.


^ Panorama-Starthang; gegenüber Les 2 Alpes und La Grave


^ Oberer Teil; die Hänge links der 4SB sind schön steil, und genau diese steilen, südlichen Offpistehänge sind das große Plus für einen Sommerskitag in Alpe d’Huez.


^ Fundament – in Bildmitte, fotografiert von der 4SB


^ 4SB und Hauptabfahrt


^ Offpiste links der 4SB; der Schnee war heute generell sehr gut, eine dünne weiche Schicht auf hartem Untergrund und keinerlei störende Mulden oder Rinnen.


^ Von den rechten Abfahrten retour (Bildmitte) muss man trotz Schussfahren ein schönes Stück bergauf laufen. Hier fehlt mittlerweile der Gletscher …


^ 4SB gen Talstation. Unten im Becken war ja zum Bau der 4SB noch Gletscher, mittlerweile könnte man die 4SB mal ein Stück runter verlängern


^ Auf der rechten – leicht außenrum – Abfahrt


^ Auf der rechten – leicht außenrum – Abfahrt


^ Auf der rechten – leicht außenrum – Abfahrt, von hier aus kommt ma wie gesagt nur noch mit einem Fußweg bergauf zur 4SB. Noja, ein Stück könnte man sie ja schon nach unten verlängern.


^ 4SB oberer Teil mit den steilen Varianten


^ 4SB mittlerer Teil


^ Ich bin ein paar Spuren gefolgt, um auf der anderen Seite der 4SB (bergwärts gesehen links) runter zu fahren. Bis hier schaut’s ja super aus…


^ … aber dann entpuppte sich diese Variante als steile, schmale Rinne. Autsch!


^ Im oberen Teil abgestiegen, im unteren Teil im Beinahe-Schuss runter – hab’s ohne Sturz überlebt.


^ Die Rinne von unten, schaut natürlich wieder viel flacher aus im Bild. In der Mitte war das besagte breitere Stück, von wo ich ein bisschen unterhalb dann in Schuss fahren wollte.


^ Rinne von unten. Für mich zu steil und zu schmal. (Steil + breit = ok, flach + schmal = ok, aber steil + schmal = nicht ok)

Und jetzt noch mal ein Ausschnitt aus dem Foto 8 Bilder weiter oben:


^ Blöderweise hab ich mir vor der Rinnenvariante die Gegend nicht genau angesehen – und ich hätte sogar ein Foto zuvor gemacht! Pink der Startpunkt bzw. der Verlauf der Abfahrt, die zur Rinne wurde. Wäre man ein Stück über die Felsen rüber, wo grün markiert auf dem Bild sogar die 2 Skifahrer zu sehen sind, hätte man hinten einen wunderbaren Hang gehabt, wie man unschwer sehen kann :-(


^ Die Sarenne-Piste war von der früh bis 11:30 für einen Rennkurs reserviert. Na zum Glück gibt’s genug Offpistevarianten.


^ .. wie z.B. die Variante, die auch ganz nett war. Man konnte unten auch noch problemlos zur 4SB rüber ohne aufsteigen zu müssen. Mittlerweile könnte man die 4SB tatsächlich bis runter verlängern. Ja ist denn im Becken gar kein Gletscher mehr? (Vgl. GPS-Track mit dem Sat-Bild, damals unter der 4SB noch keine Felsen gewesen)


^ Weitere Fundamente ehemaliger Gletscher-SL


^ Selbige Fundamente. Ob der Lift oben knapp am Refuge GUC vorbei ist? Interessant jedenfalls, dass diese Fundamente damals schon auf Stein gebaut werden konnten – hier war also auch kein Gletscher.


^ PB-Strecke


^ Zoom L2A von AdH


^ Zoom L2A von AdH


^ Schöner See (aus der PB fotografiert)


^ Überreste der winterlichen Grotte de Glace


^ Grotte de Glace


^ Station 2700 mit der PB Pic Blanc und der DMC Sektion II


^ DMC Sektion II + I + Alpe d’Huez Ort


^ Neue Kombibahn Les Jeux, ersetzte im vergangenen Winter 3 parallele KSSL. Bäh.

Wieder im Tal schrieb ich die oberen Zeilen und hatte es nicht sonderlich eilig, bekam einen Anruf von Marius, dass sie wohl erst gegen 18:30 in L2A ankommen werden – weshalb sich ein Warten meinerseits dann auch nicht auszahlte, da ich ja morgen in Tignes skifahren wollte.

Nachdem die anderen Lifte auch bei der Tagskarte dabei sind, ich die Bahn von der DMC-Mittelstation runter nach Oz aber schon letztes Jahr fuhr, wollte ich diesmal die 2 Sektionen PB von Vaujany mitnehmen. War dann dort, es wirkte alles wie ausgestorben. Um 14:50 Uhr fuhr die PB (statt lt. Plan um 15 Uhr). Das elektronische Zugangsdrehkreuz abgesperrt, ein anderer Zugang evtl. offen, aber keiner da, nur die PB inzwischen wieder.

Lt. Aushang fährt die PB alle 30min, 15:00, 15:30. Hmpf. Bissl rumgschaut, fotografiert, aufs Klo gegangen, und was war – fährt die PB schon wieder, um 15:05 Uhr. Ja was jetzt? Nix los, aber Fahrplan nicht einhalten? Drehkreuz immer gesperrt (wie wollen die dann die Karten von AdH lesen, steht ja kein Datum drauf?) oder lässt man wg. Sturm grad doch keinen mehr rauf? Mir war das jetzt jedenfalls alles zu blöd. Saftladen.


^ Vaujany mit Gruppenbahn und PB und Schrägaufzug (Mittelstation, der geht unter der Straße noch ein Stück weiter!)


^ GUB und PB in Vaujany


^ Doppel-Schrägaufzug; momentan nur der rechte in Betrieb


^ PB Vaujany Sektion I


^ Schrägaufzug


^ Schrägaufzug mit Mittel- und Talstation.


^ Hier am Seilbahnplatz in Vaujany gibt’s nicht nur die PB und die GUB, sondern da hinten sogar noch eine 6EUB mit B2B-Gondeln.


^ Talstation PB Vaujany Sektion I, gebaut von OMA :-)


^ PB Vaujany Sektion I und darüber Sektion II


^ Die GUB braucht man, um von der Abfahrt wieder zur PB zu gelangen. Bissl kompliziert und zeitaufwendig….


^ Die 6EUB geht lt. Pistenplan erst mal Flach zur Mittelstation, bevor sie rechts den Berg hinauf führt. Der untere Bereich wird also in beiden Richtungen befahren. Eine Abfahrt zum zentralen Platz hier im Ort gibt es nicht. Kann also keine geplante Skistation hier sein ;-)


^ 6EUB Vaujany mit den alten B2B-Kabinen. Architektonisch ist dieses aufgeständerte 3-Fach-Seilbahn-Bauwerk hier aber schon sehr nett, insb. so geisterhaft verlassen.

Auf dem gleichen Weg wie gestern über den Glandon ging’s wieder zurück nach Albertville, dort heute beim Buffallo gegessen und weiter zum Col de l’Iseran. Einerseits war’s noch zu früh zum Bett gehen, andererseits wollte ich etwas Schnee einpacken für meinen Einkauf morgen.


^ Assiette Texane. Bin zwar kein großer Fan von roten Bohnen, aber von Ribs und Wings. Und schlecht ist das Chili con carne auch nicht. 15,90 € gehen für die große Portion absolut in Ordnung. (Nicht vergessen: Vorspeisensalat + Semmeln + Karaffe Wasser ist gratis)

Am Iseran angekommen hab ich mir die Skier auf den Rucksack gebunden und bin ein paar Meter aufgestiegen, also ca. bis zur Mitte des Steilhangs an der 4KSB. Danach wurde mir das Wetter doch zu unsicher (es zogen dunkle, tiefe Wolken vom Süden rauf, leichter Nieselregen, es donnerte einige Male). Im Nachhinein hätten sie sich aber doch noch verzogen. Schnee war leider nicht so toll, weich aber schwer zu fahren.


^ Die Abfahrt zur 4SB runter ist also noch geöffnet und sehr breit; der Offpistebereich an der 4SB dagegen wäre mittlerweile zu vergessen – prinzipiell gut, dass ich vor 2 Wochen da war (nur hatte ich halt etwas Pech, dass es nicht warm genug war)


^ Bis hier hin (bzw. noch ein Stück weiter) bin aufgestiegen, dann wurde mir das Wetter doch etwas zu zweifelhaft


^ … von Bonneval kamen nämlich dunkle und tiefe Wolken herauf.


^ Der Schnee war um kurz vor 21 Uhr auch noch zu weich, d.h. die Spuren zu tief und die Kurven schwer zu drehen

(Fortsetzung folgt.)

You must be logged in to post a comment.