Macugnaga, 5.7.2014

Nach den 2 Tagen Frankreich am vorletzten Juni-WE stand dieses WE also der zweite Teil der heurigen Westalpen-Sommerski-Tour am Programm (nachdem ich letztes Wochenende wetterbedingt verzichtet hatte).

4.7.2014

Um 16:40 Uhr kam ich los – aber ich hatte diesmal ja auch einen kürzeren Weg als vor 2 Wochen, weshalb ich noch Zeit hatte, in der Schweiz eine Portion Älplermaccaroni zu essen. Hinter dem Bernardino war dann z.T. starker Dauerregen angesagt – deshalb also der starke Sturm im Rheintal. Nach Locarno bin ich diesmal nicht den Straßenschildern ins Centovalli gefolgt, sondern den Navis – m.E. ist die Strecke tatsächlich bequemer/einfacher.

In Italien ging ich kurz ins Netz und checkte nochmal die Wetterberichte ab – für Macu morgen einigermaßen sonnig, besser als für Cervinia. Na gut, wird schon noch zu regnen aufhören. Mangels besserer Alternativen bin ich dann bis nach Macu gefahren, wo ich um 0:15 Uhr ankam – und mich an einem Parkplatz zur Ruhe legte.

5.7.2014

Zum mindestens dritten Mal (nach 2010 und 2013, dort war ich zumindest dabei) hatte heuer Macu wieder Sommerski – letztes Wochenende und dieses, das wird jetzt wohl das letzte sein, da es ohne Schneeverschiebungen schon heute keine SL-Trasse mehr gegeben hätte. Auch der Skiweg zu den Varianten war an einer Stelle bereits aper – aber ich war nicht der einzige, der über die Steine geklettert ist…

Wie schon letztes Jahr musste man lediglich die Berg-und-Talfahrkarte lösen (17,- zzgl. 4,- Parkgebühren), das Skifahren selbst war sozusagen gratis. Los war wie üblich genug, hin und wieder musste man einige Teller abwarten.

Das Wetter war leider doch nebliger als gemeldet – für 1 Stunde war’s mal recht schön, dann hatte der Lift einen 10-minütigen Aussetzer (oben irgendein Bügel verheddert), danach war wieder Nebel angesagt. Offpiste war der Schnee – durch den gestrigen Regen und die nächtlichen Wolken dankenswerterweise nicht durchgefroren und bereits früh schön schmierig zu fahren gewesen. Die Piste war etwas härter und vmtl. durch die geringere Schneelage und den geringeren Sonnenschein war sie bis Mittag auch nicht ganz so tief aufgefahren wie sonst manchmal. Mit Ausnahme des linken Pistenrands und dem Grat oben (wo man zu den Offpistehängen schieben musste) gab’s auch keinen Pappschnee heute.

Wenn man nach der ersten Stunde auf die Uhr schaut, meint man bei solchen kurzen Einzelliften, man würde es nie bis zum Betriebsschluss aushalten. In der zweiten Stunde fängt man dann immer mehr zu experimentieren an, fährt mal da und mal da, und plötzlich ist’s 1 Stunde vor Betriebsschluss – und die vergeht dann auch schnell genug. Wobei selbst um 12:15 noch ein paar mit dem SL rauffahren durften (dachte der Lift lief nur bis 12 Uhr) – da hatte ich mich dann aber schon auf den Rückweg gemacht.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


^ GPS-Track 5.7.2014


^ Talstation und Parkplatz


^ Bergstation PB


^ Moro-Skigebiet


^ Skiweg zur zweiten Abfahrt und dem Offpistegelände heuer stellenweise schneelos!


^ Skiweg, man musste etwas über die Felsen steigen


^ Paar Langläufer waren auch hier (am Grenzgrat)


^ Offpistegelände; der Monte Rosa zeigte sich heute nur selten


^ SL San Piedro


^ SL San Piedro


^ Offpistegelände, kurz aber steil, Schnee war toll.


^ SL San Piedro und Offpiste


^ DSB-SL-SL-SL; zwei der SL sind nicht mehr in Betrieb.


^ SL San Piedro Bergstation


^ Für den einen SL war genug los.


^ SL San Piedro, Starthang. Die Rinne in Bildmitte bin nur ich gefahren; darüber der Skiweg mit dem Abschnallstück


^ Offpistegelände, kurz, steil, nett.


^ SL San Piedro, Bergstation, stellenweise etwas schneearm gewesen. Man beachte das 2-stöckige Lifthäuschen, normalerweise liegt im Winter soviel Schnee, dass nur der obere Stock rausschaut ;-)


^ Ex-SL Smeraldo


^ Ex-SL Smeraldo


^ Offpistegelände mit Blick zu den Skiliften und dem Rückweg zur PB..


^ SL San Piedro mit Abfahrt und dem netten Offpistegelände


^ Mittelstationsabfahrt – so muss eine Abfahrt im Sommer ausschauen!

Fazit: Trotz der gringeren Schneelage war’s wieder recht nett hier. Entspanntes, günstiges Sommerskifahren, mit 2 alten PBs als Zubringer und einem alten Teller-SL, dazu ein paar nette, knackige Offpistevarianten. Trotzdem würd ich mir wünschen, dass es nächstes Jahr mal wieder eine Pause gibt, damit Sommerskifahren in Macu etwas Besonderes bleibt. Andererseits, wer weiß wie lang es die PB und den SL noch gibt – das muss man wohl doch ausnützen, so oft man kann.

Weiter ging’s über den Simplon und Chamonix nach Albertville, dort zum Essen und dann weiter über den Glandon nach Alpe d’Huez.

Am Simplon einige Baustellen, der untere Teil der Straße war komplett zu (Umleitung über die kurvige Straße an der Seilbahn vorbei), die Fahrerei durch’s Wallis zog sich wie eh und jeh (wann wird endlich ein neues A9-Stück eröffnet? Hätte man nicht weniger und das dafür schneller bauen können?), immer mal wieder Schnarchnasen ohne Überholmöglichkeit vor einem gehabt etc. etc.


^ Sonnenuntergangsstimmung am Col du Glandon


^ Sonnenuntergangsstimmung am Col du Glandon


^ Sonnenuntergangsstimmung am Col du Glandon – gerade zur rechten Zeit hier gewesen!


^ Perfekter Halbmond heute

Da ich am Glandon noch etwas zu früh dran war, fuhr ich weiter nach Alpe d’Huez – hatte ich anno 2005 bei meinem ersten Sommerskibesuch hier nicht schon mal auf einem großen Parpklatz übernachtet? Tja, der ist mittlerweile kostenpflichtig (Camper). In der Gegend war auch nichts vernünftiges, außer der große zentrale Parkplatz. War zwar nicht gerade ruhig, hatte aber auch keine Lust, zum anderen Seilbahnparkplatz zu fahren. Wobei dort einige Wohnmobile und Zelte standen, evtl. wäre es dort doch angeehmer gewesen…

(Fortsetzung folgt.)

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