Stranda, 9.4.2011

17. Tag: Sa, 9.4.2011 – Strandafjellet

Das Frühstücksbuffet (im Container-Hostel) war wieder recht ähnlich, also recht konstant in Skandinavien, nicht so wie in Italien :) Was ich ja kein einziges Mal gesehen hab: Kuchen oder Croissants oder so!

Ein paar Sonnenstrahlen um 8 / 9 Uhr machten Hoffnung auf ein wenig Sonne in/am Strandafjellet. Vergeblich. Der Wetterbericht hatte mich abermals verarscht. Geschlossene Wolkendecke ohne eine winzige Auflockerung, um 10 Uhr im Gipfelbereich leichter Schneefall. Gegen 13 Uhr schau ich dann mal wieder den Wetterbericht an – keine Auflockerungen mehr in Sicht. Aber, wie schon die letzten Tage: 0,0 mm Niederschlag. Hallo? Ab 15 Uhr hat’s geregnet, und auf der Autofahrt danach tw. sogar richtig stark. Was für eine Verarsche…

(Fotos anklicken zum Vergrößern, soweit nicht vergrößert gepostet)


^ Fahrstrecke 9.4.2011, ca. 277 km (West nach Ost)


^ Rv. 60 am Sunnylvsfjord


^ .. mit Blick in den Geirangerfjord


^ Sunnylvsfjord (links) und Abzweig Geirangerfjord (rechts). Vom Meer aus mit den großen Kreuzfahrtschiffen 110 km durch die ganzen Fjorde bis nach Geiranger .. muss schon interessant sein.


^ Geirangerfjord


^ Rv. 60 und Geirangerfjord (und mein Fusion)


^ Rv. 60 Strandadalen


^ Rv. 60 Strandadalen, der Gipfel da hinten ist bereits das Skigebiet von Stranda (6KSB – Seite)

Strandafjellet ist eins der teuersten Skigebiete Norwegens, da man zusätzlich zu den 330,- für die Tageskarte (bei unverschämt kurzer Öffnungszeit von 10-16 Uhr!) noch 30,- fürs Parken zahlen muss. Macht in Euro ca. 45,60. Dafür bekommt man eine 4 KSB, eine neue 6KSB (angeblich die mit den größten Höhenmetern Skandinaviens mit 635 hm und mit 2,1 km auch nett lang) und 2 Gipfel-SL.

Wobei der Gipfel-SL an der 6KSB (wg. eines techn. Defekts?) erst ab 14:30 in Betrieb genommen wurde – just als sich der Gipfel langsam in Nebel hüllte.

Auf der anderen Seite ist der Gipfel-SL aber eh um einiges interessanter, von dort oben hätte man sogar etwas Meerpano – aber das war heute nicht drin. Zudem eine nette (leichte) Außenrumabfahrt.

Leider war an der 6KSB nur eine Abfahrt offen, zwar immerhin die schönste Außenrumabfahrt mit tollem Blick zum Fjord, aber abwechslungstechnisch fehlten die beiden vorderen natürlich, bin zwar eine gefahren, ging aber nicht so toll. Dass ich wg. eines “teknisken Problems” (Durchsage, das war das einzige was ich davon verstanden hab) auch noch 15-20 Minuten vor der Bergstation im Sessel ausharren musste – zur falschen Zeit am falschen Ort. Leider war der Offpiste-Schnee auch nur halb brauchbar, die Harschschicht war nicht 100%ig vertrauenserweckend und man brach – selten aber doch – ein, zumindest ich mit meinen Racecarvern. Die 6KSB böte nämlich abgesehen von den geschlossenen Abfahrten ein nettes Variantenterrain.

Im Gegensatz zu manch anderen Skigebieten Skandinaviens kann man hier mit den Pistenfarben durchaus einverstanden sein; in den meisten Skigebieten könnte man ja eine Schwierigkeitsstufe abziehen um sie mit unseren Gebieten zu vergleichen.

Aufgrund der hohen Preise erübrigte sich das mittägliche Wechseln ins nahegelegende Sunnmörsalpene, wobei lt. Zoompix der obere SL eh nicht in Betrieb schien.


^ Pistenplan, F ist die 6KSB


^ GPS-Track (nicht alle Abfahrten gefahren), Orientierung wie im Plan, also rechts die 6KSB-Seite. Man sieht auch schön die beiden Außenrumabfahrten auf beiden Seiten


^ Zoom zur 6KSB-Seite von der Straße aus


^ Talstation 6KSB, zwischen den beiden Seiten muss man die Straße queren und etwas Fußweg einlegen. Für den teuren Preis nicht optimal gelöst.


^ 6 KSB / Roaldshorn – Seite von gegenüber, die Abfahrten direkt an der KSB waren leider alle gesperrt


^ Zoom 6KSB und SL Roaldshorn, von dem nur ein Skiweg zur KSB geht, direkt am Lift gibt’s nur Freeride-Abfahrten!


^ 6KSB / SL Roaldshorn


^ 6KSB und Blick zum Norddalsfjord


^ Blick hinunter nach Stranda und zum Norddalsfjord (Fähre!)


^ 6KSB Bergstation


^ SL Roaldshorn, nachmittags endlich in Betrieb


^ Funpark mit Fjordpano an der Abfahrt 11 (rechts der Bergstation der 6KSB)


^ Auf der Abfahrt 11 (die schönste hier im Gebiet) fährt man einige Zeit auf den Fjord zu bevor man irgendwann nach rechts abbiegt. Lt. Plan gibt’s noch eine Off-Piste-Variante (im Plan 15) weiter runter nach Stranda.


^ Abfahrt 11, generell hat man hier massig Off-Piste-Varianten, mir war die Sicht zu schlecht und der Schnee tw. etwas brüchig


^ Off-Piste-Gelände an der 6KSB (ich befinde mich auf der Abfahrt 11)


^ Abfahrt 11 und Blick rüber auf die Hauptseite (Langedalsegga)


^ 4KSB Fursetheisa (man sieht noch den Vorgänger-SL) und SL Egga links oben


^ SL Egga, für mich der schönste Lift im Gebiet


^ Tourengeher auf den nächsten Gipfel (Hinter dem SL Egga)


^ SL Egga


^ Abfahrt 1, in Verlängerung zur Abfahrt 5 die Außenrumabfahrt am SL Egga


^ SL Egga, oben die Abfahrt 1, hier unten bereits die Außenrumabfahrt 5


^ Abfahrt 5 im unteren Teil, es geht wieder retour


^ Abfahrt 3 oder so im mittleren unteren Teil, wie die meisten Abfahrten unmodelliert.


^ Straße und Talstationen. Parkplatz ist kostenpflichtig.


^ Zoom richtung Skigebiet Sunnmørsalpane, in der Senke sollte man an sonnigen Tagen das Meer sehen können.


^ Zoom ins Skigebiet Sunnmørsalpane, unten ein KSSL, oben der SL sah mir heute nicht geöffnet aus, hätte ich auch gern besucht.

Fazit: Strandafjellet zählt sicherlich zu den Highlights norwegischer Skigebiete, von Abfahrtslänge, Höhenmeter, Anspruch, Pano und Variantenmöglichkeit. Einzig der Preis drückt. Wobei man am Pistenplan lesen kann, dass es günstige Kombi-Angebote mit Hotels in Stranda gibt, 690 NOK, also knapp 100,- ¤, für ÜF samt Skipass!

Während ich nachmittags das Wetterchen im Internet ansah, besuchte ich auch kurz die Homepage von Tusten – das ich wg. des tollen Fjordpanos besuchen wollte. Heute leider doch kein Betrieb, weil zu nasser Schnee und überhaupt eh fast keiner mehr. Evtl. am Sonntag, das Wetter sei gerade ganz gut. Harhar. Bei dem nachmittäglichen Dauerregen wird sich das auch erübrigt haben, soweit ist das nicht weg, als das es dort nicht auch wieder geschifft hätte… Hab mir noch ein paar andere Gegenden angesehen, aber anscheinend ist im kompletten Bereich Oslo-Trondheim weder in Norwegen noch in Schweden morgen mit Sonne zu rechnen, und auf die kleinen Auflockerungen (große Wolke, kleine Sonne) des Wetterberichts kann man sich ja nicht verlassen, das hab ich die letzte Tage zur Genüge gesehen. Darauf hab ich keinen Bock mehr. Also werde ich die Heimreise antreten. Sollte ich morgen früh auf den Skigebieten auf dem Weg noch einigermaßen brauchbares Wetter vorfinden, werde ich noch ein paar Stündchen fahren, aber wenn nicht, dann eben nicht. Und da auch über die Nordsee die “Große Wolken – kleine Sonne dahinter” – Symbole aufgezeigt wurden, werd ich auch auf’s Fährenfahren verzichten und die Brücken nehmen.

Da ich also evtl. am Montag doch nicht mehr in NO bin, musste ich heute Abend noch ein paar Supermärkte abklappern, leider keinen wirklich großen erwischt. Hab 3 Märkte besucht (Spar, Kiwi, Bunnpris), in keinem hab ich mehr Chips mit Tzatziki-Gescmack gefunden (die fand ich vor 5 Jahren so lecker, im Gegensatz dazu sind die Chips mit Tzatziki-Geschmack aus Frankreich zu vergessen).


^ Interessant – 2 Gipfel nebeneinander, der eine fast komplett weiß eingeschneit, der andere fast komplett schneeloser Fels.


^ E136, Romsdalsfjord nähe Sevik


^ E136, Inntfjord


^ E136, Romsdalen


^ Skigebiet Dombås, macht mir keinen interessanten Eindruck

Die Zimmersuche gestaltete sich äußerst interesant – wollte egtl. früher übernachten, aber bin dann doch bis Dombas gekommen, kurz nach 21 Uhr. Bin allerdings nicht zu dem im Navi markierten Hotel gekommen, weil vorher ein Schild “Motell” stand, das ich anfuhr. Fernseher lief, durchs Fenster gekuckt – war keiner zu sehen. Da kommt hinter mir zufällig ein Mann des Wegs, ob er mir helfen könne. Ja, ich suche ein Einzelzimmer. Ja, komm mal mit, ich kann dir helfen. Wie sich herausstellte, gehört dem der Campingplatz daneben, glaub nicht, dass der mit dem Motell was zu tun hatte :)

Nun, so hab ich’s am vermutlich letzten Tag doch noch in eine Hytte auf einem Campingplatz geschafft – eine ziemlich große Hütte dazu und mit 550,- NOK recht günstig (ist ja immerhin eine 4-Personen Hytte). Betten snd natürlich nicht überzogen, also muss ich wieder in den Schlafsack. Und Frühstück gibt’s logischerweise auch keins, womit sich die 550,- für eine Einzelperson wieder relativiern. Aber immerhin Du/WC in der Hytte. (TV wäre ebenfalls da)

Um Mitternacht tauchte dann plötzlich eine fette Fliege wie aus dem Nichts auf und machte Radau. Nun, die chemische Keule war nicht weit… tschüssi! 5 Minuten später, die nächste! Auch du, tschüssi. Ja spinn ich? Na jetzt wird’s mir aber zu blöd, raus aus diesem Zimmer, rein ins nächste und dort schlafen. Aber auch hier komische Brumm- und Klopf-Geräusche am (ausgeschalteten) Lüfter…..

Am Morgen danach die Erklärung: Im Wohnraum befindet sich ein Lüftungsauslass nach draußen. Na supi, und im Sommer fliegen hier die Schnaken/Stechmücken rein oder wie?


^ Heute übernachte ich endlich mal in einer Hütte am Campingplatz, voll ausgestattet inkl. Du/WC


^ Hütte, Küche


^ Hütte, Wohnzimer und Betten Teil 1


^ .. und das Zimmer mit den anderen 2 Betten

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