Bergamasker Alpen, 27.10.2019

27.10.2019 – Bergamasker Alpen

Von Bormio aus ging’s über den Mortirolo-Pass nach Edolo. So hab ich den Aprica-Pass vermieden, den ich im Winter wohl oft genug fahren werde. War allerdings noch zu dunkel, um sinnvoll Fotos zu machen.

Schilpario wollte ich über den Vivione-Pass anfahren, der Wintersperre haben soll und den ich meines Wissens noch nicht gefahren bin. Leider war er schon geschlossen – entweder Wintersperre oder generell, so genau war das nicht zu erkennen. Da ich aber trotzdem nach Schilpario fahren wollte, ging’s halt notgedrungen außenrum.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


^ Rot: Fahrstrecke 26.10.
Türkis: Fahrstrecke 27.10.2019
A) Kaunertaler Gletscher
B) Bormio
C) Mortirolo Pass
D) Vivione Pass
E) Schilpario
F) Monte Pora
G) Clusone
H) Gromo
I) Alpe Arera
J) Valtorta
K) San Marco Pass
L) Splügen Pass


^ Auffahrt zum Passo Vivione


^ Dieses Winteresperren-Schild hielt ich für eine ganzjährige Infotafel, dass der Pass halt im Winter geschlossen wäre.


^ Auffahrt zum Passo Vivione. Teils recht schmal..


^ Auffahrt zum Passo Vivione


^ Das Sperrschild sah mir eher danach aus, als wäre die Straße generell geschlossen, unabhängig von einer Wintersperre. Wo km 15-28 ist, ist mangels km-Schilder aber ja zudem nicht erkennbar.


^ Auffahrt zum Passo Vivione


^ Rückblick ins Tal


^ Auffahrt zum Passo Vivione


^ und anscheinend direkt am Pass ist nun diese Betonsperre, dahinter parken Fahrzeuge, als wären die von der anderen Seite raufgekommen. Durch den Matsch rechts hab ich mich aber doch nicht fahren trauen .. Ärgerlich, also wieder retour und außenrum ..


^ Der Übungslift in Schilpario soll ja noch in Betrieb sein (und auch meine Saisonkarte gelten). Weiter hinauf die ehemalige Korblift/4KSB-Abfahrt


^ Ex-Korblift-Talstation


^ Ex-Korblift-Talstation


^ Die Abfahrt oberhalb des SL wurde wohl spätestens mit der 4KSB planiert. Die ehemals, wenn auch kurze, 2. Sektion (zu Korbliftzeiten ein SL, zu KSB-Zeiten als DSB geplant) wurde ja nicht wieder aufgebaut.


^ Ex-4KSB-Talstation. Nach wenigen Jahren wurde sie wieder abgebaut.

Hier noch einige Bilder, die ich 2008 gemacht hatte:


^ Parkplatz


^ Parkplatz-Pano ;)

Ok, werd ich im Winter mit der Saisonkarte doch mal hier vorbei fahren. Um die Stationen von oben zu fotografieren. Evtl. lauf ich auch das kurze Stück zur ehemaligen Bergstation zu Fuß bzw. mit den Fellen hinauf. Von Colere bis hier hin ist es ja nicht weit.


^ Blick ins Skigbiet von Colere

Weiter ging es nach Clusone. Da wollte ich die Seilbahn-Einzeichnung in der Straßenkarte ja auch schon 2008 besuchen. Und in den Folgejahren. Irgendwie nie geschafft. Im Vorfeld nochmals kontrolliert, es sollten noch Tal- und Bergstation sowie so gut wie alle Stützen stehen. Eine Straße sollte auf halbe Höhe hinauf führen. Grund genug, also endlich mal ein paar Fotos zu machen.

Der ca. 2km lange ESL Clusone/Pianone soll in den 1950ern gebaut worden, aber nie in Betrieb gewesen sein. Dazu gibt es ein Foto eines im Betrieb befindlichen Skilifts von 1952, vermutlich also vor dem Bau des ESL. Keine Ahnung, wie die Skifahrer damals dort hin gelangten, war ja doch eine sehr weite Strecke aus dem Tal dort hin. Vielleicht gab es ja zuvor noch einen Zubringer?

Hier das Bild vom Skilift:
https://www.storylab.it/media/watermarked/vittbell/2015-04-01/pglhzyjmca1952-10-skilift-in-pianone.jpg


^ Irgendwo geradeaus ging einst ein ESL den Berg hinauf …


^ Nahe eines kleinen Parkplatzes versteckt sich die Talstation des ESL


^ .. in deren unterem Stockwerk sich sogar einige Sessel befinden. An der Fanta-Dose links unten scheint übrigens L. 750 zu stehen ;-)


^ Sessellager


^ Sessellager. Ganz schön verrostet.


^ Vor über 60 Jahren wurden diese Sessel gebaut – und waren nie in Betrieb.


^ Rostige Klemmen


^ Abspannung und ein weiterer Sessel


^ Abspannung


^ Umlenkscheibe


^ Talstation


^ Die Lifttrasse, es war keine Stütze zu erkennen und raufgehen wollte ich nicht.


^ Talstation


^ Umlenkscheibe


^ Die Straße den Berg hinauf ist meist ungeteert und einspurig und am Wochenende durchaus einiges los.


^ Am Ende der Straße kann man leicht zu dieser Stütze kommen (im Herbst vmtl. einfacher als im Sommer, wenn hier Tiere auf der Weide sind)


^ Den Stützenschatten erkennt man auch auf dem Sat-Bild bei Google.


^ Stütze und Pano


^ 3 Seilrollen pro Seite


^ Betonstütze


^ Rollen mit Gummi


^ Da mir der Hang weiter hinauf zu steil war und die Bergstation viel zu weit entfernt, suchte ich die nächste Stütze weiter unten im Wald – und fand sie, was ja gar nicht so einfach ist, so versteckt ..


^ Die Bäume überragen die Stütze


^ Rot der ehemalige ESL, Magenta irgendwo irgendwie der ehemalige Skilift, Türkis die geöffnete Straße.

Als nächstes ging’s nach Spiazzi di Gromo, meinen heurigen Lombardei-Saisonskipass kaufen. Der ist ja bis Ende Oktober noch um 50,- € günstiger, mit 790,- € aber trotzdem noch sehr teuer. Ging recht zügig, ein Formular musste ich aber ausfüllen, irgendeine Art von Quittung oder Kassenzettel bekam ich aber keine, nur die Keycard. Was ja schon etwas eigenartig ist. Sollte man die Karte also besser nicht verlieren oder abnehmen lassen. Ok, Foto mit der Nummer hab ich gemacht.


^ Pano in Gromo


^ Die linke der beiden DSB ist im Sommer für Radfahrer offen

Eines der beiden Restaurants nahe der Talstation hatte offen und ich nahm mir einen Hamburger mit (Salsiccia gab’s leider keine).

Danach ging’s nach Oltre il Colle bzw. zur Alpe Arera. Als ich 2008 hier war, war das Skigebiet ja bereits stillgelegt und die DSB abgebaut, aber die Straße zur Mittelstation wurde gerade gebaut oder ausgebaut. Die wollte ich heut somit mal fahren. Immerhin stehen die Stationen auch weiter oben noch herum. Schönes südseitiges Gelände, schade, dass das Skigebiet hier so schnell geschlossen wurde.

Zuerst ein paar Fotos von 2008:


^ 2. Sektion DSB und daneben SL-Bergstation


^ Blick ins ehemalige Skigebiet Alpe Arera


^ Die Dörfer um Oltre il Colle sind schon recht eigenartig auf mehreren Hügeln und Hängen gebaut


^ Auffahrt zur ehemaligen Mittelstation Alpe Arera


^ Parkplatz an der ehemaligen Mittelstation. Ganz schön was los.


^ Ehemalige Talstation des kurzen, linken SL. Am hang dahinter links ist ein kurzer SL in Zambla; recht dahinter im Sonnenfeld ist das Skigebiet Monte Alben. Ob die beiden noch in Betrieb sind, weiß ich nicht, sind ja jeweils schon mal modernisiert/ausgetauscht worden.


^ Hier schlug mein LSAP-o-Meter aus …


^ Hänge an der oberen Sektion


^ Rechts der 2. DSB-Sektion ging fast parallel noch ein SL hinauf. Hier ist die Talstation


^ Ex-SL-Talstation


^ Ex-SL-Trasse


^ .. wohl ein Teil von einem Liftbügel/Tellerstange


^ Sciovia-Schild


^ Wohl ehemalige SL-Stütze


^ Ex-Bergstation DSB Sektion 1


^ Weiter hinauf zur Bergstation der 2. Sektion darf man leider nicht fahren


^ Ex-Bergstation DSB Sektion 1


^ Rollengummi..


^ Ex-WC


^ Ex-WC


^ Ex-Durchgang


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Parkplatz und Panorama von der Mittelstation


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Ex-Strecke DSB Sektion 2


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Blick von der 2. zur 1. Sektion


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Tolles Panorama


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Ex-Talstation DSB Sektion 2


^ Die Hänge am kurzen linken SL


^ Rot die ehemaligen Lifte; Türkis die aktuelle Straße

Zuletzt wollte ich nach Valtorta fahren. Dort käme ich zwar vielleicht auch im Winter her (falls ich nicht von Barzio aus rauffahrw), aber lt. Karte gäbe es eine Straße bis rauf ins Skigebiet. Die war dann leider doch geschlossen. Trotzdem landschaftlich sehr schöne Anfahrt, werd ich vielleicht auch im Winter mal so rum fahren .. und evtl. doch 2x in das Skigebiet fahren anstatt nur 1x wie geplant.


^ Fahrt richtung Valtorta


^ Fahrt richtung Valtorta


^ Fahrt hinauf zur Lifttalstation von Valtorta


^ Vom Parkplatz aus würde noch eine Straße weiter hinauf gehen, die aber leider gesperrt ist.


^ Parkplatz, die noch recht neue 4KSB und die planierten Abfahrten sind etwas enttäuschend bei der Anfahrt durch das enge, steile Tal


^ Das Panorama ist wie so meist in den wilden Bergamasker Alpen aber toll.

Auf dem Rückweg ging’s erst über den Passo San Marco, den ich zwar erst letztes Jahr gefahren bin, aber eben praktisch auf dem Weg lag und im Winter ja auch geschlossen hat. Danach hatte ich mir vorgenommen, über den im Winter ebenfalls geschlossenen Splügenpass fahren, wobei es bereits in Chiavenna dunkel war, gesehen hab ich also landschaftlich leider nix. Dafür war ich jetzt weit genug in der Schweiz, um im Rheintal noch eine Portion Älplermagronen zu essen ;) Im Anschluss nützte ich noch ein letztes Mal meine Arlberg-Jahresmautkarte aus, die noch bis Anfang November galt.


^ Nordpano vom Passo San Marco

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