Doganaccia, 26.3.2016

Ostersamstag, 26.3.2016 – Nicht-Corno-Nicht-Cimone-Nur-Doganaccia

Nachdem die Lift- und Pistenanzeige im Netz Vollbetrieb angekündigt hatte, gings heute zum Corno alle Scale. An der schönen alten und steilen DSB angekommen, wollte ich die Tageskarte kaufen und musste hören, dass meine vor 2 Jahren gekaufte Keycard (wo ich damals schon Ärger gemacht hatte, weil ich mir eine kaufen musste, obwohl ich mittlerweile haufenweise Alfi-Keycards hab) nicht mehr akzeptiert werde. Man habe jetzt eine neue Karte mit einer neuen Rückseite. Saftladen. Jedenfalls hatte ich keine Lust mehr, denen 31,- + 2,- € zu geben und bin wieder abgefahren. Mit dieser Firmenpolitik werde ich Corno alle Scale also nicht mehr besuchen, sondern auf meine Anti-Liste setzen. Das Fass ist einfach übergelaufen, ich hab die Schnauze voll von diesem Keycard-Zwangskauf überall. So lang’s noch Alternativen gibt…

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


^ Meine 3 verlängerten Italien-Wochenenden (à 4 Tage) im März 2016 (mit kleinem Frankreich-Abstecher)
Türkis: Oster-WE 25.3.-28.3.2016
N) (hinter P) Corno alle Scale
O) Cimone
P) Doganaccia


^ Zwischen Tole und Vidiciatico


^ Zwischen Tole und Vidiciatico


^ Zwischen Tole und Vidiciatico


^ Interessante Aussichtsplattform?!


^ Zwischen Tole und Vidiciatico


^ Zwischen Tole und Vidiciatico


^ Keycard von 2013/2014 nicht mehr gültig, man hätte sich eine neue kaufen müssen – trotz gleichen Alfi-Systems, wohlgemerkt. Danke, ihr könnt mich mal.

Alternativziel wäre heute von Anfang an ja Cimone gewesen. Also zum nächsten Eistieg gefahren, Cimoncino. Der kleine Parkplatz war voll, man hätte unterhalb auf der Straße parken müssen und ca. 400m zur Skipasskasse raufgehen müssen. Dazu Wartezeiten an der 6KSB. Da die Website von Corno alle Scale und Cimone das idente Design haben, ist davon auszugehen, dass das nun dem gleichen Betrieber gehört. Nun hatte ich keine Lust, die 400m zur Kasse zu gehen, um dann feststellen zu müssen, dass man sich hier auch eine Keycard kaufen muss. Und ich hatte mal definitiv nicht vor, Cimone in den nächsten Jahren nochmal zu besuchen, um die Keycard nochmal zu verwenden, falls sie dann überhaupt noch gültig wäre. Also vorsichtshalber Doganaccia ins Navi eingegeben.

Auf dem Weg dorthin kam ich in Montecreto vorbei, wo ein Zubringer ins Skigebiet Cimone startet. Parkplatz war recht leer, der Weg vom Parkplatz zur Kasse zwar auch steil und nervig, Förderband nicht mehr geöffnet, aber ich wollte es doch probieren bzw. genau wissen. Na, es war genauso, man akzeptiert nur noch eigene Keycards, die man kaufen muss. Im Gegensatz zum Corno verlangens hier aber 3,- € Körberlgeld. Leckt’s mich, ich bin wieder gegangen. Somit ein zweites Skigebiet auf meiner Anti-Liste heute. So lang’s noch genug Alternativen für mich gibt …


^ Der mühselige Aufgang – sollen die Leute doch laufen, wir lassen unser Förderband lieber vergammeln.


^ Auch hier keine Kaution mehr auf den Skipass, man muss sich eine Keycard kaufen, Fremde werden nicht akzeptiert. Ich bin’s soooo leid. Tschüss, auf Nimmerwiedersehen.

Bei Doganaccia wusste ich allerdings nicht, ob die überhaupt noch Schnee und offen hatten. Lange dauerte es, bis man nach Abetone endlich mal eine baumfreie Sicht rüber und eine Möglichkeit zum Halten hatte. Tele-Objektiv an die Cam. 2 Leute im SL, passt. Um 13 Uhr war ich endlich in Doganaccia angekommen und kaufte mir die Halbtageskarte um 14,- €. Die Axess-Karte im Standard-Axess-Layout hatte ich ja noch vom letzten Jahr (hatte ich damals zur Abwechslung mal absichtlich nicht zurückgegeben – weil ich sonst zum Auto zurücklaufen hätte müssen – und konnte sie seitdem auch das eine oder andere Mal gebrauchen).

Die Fangzäune wurden auf den Pisten nochmal vermehrt, das nervt hier inzwischen schon echt, insb. da man vom linken Wald-Bereich somit keine einzige Möglichkeit mehr hat, einzuqueren und somit ein paar Varianten wegfallen (im Wald war’s heute aber eh pappig + grausig). Varianten kann man somit nur oben fahren, die waren aber allesamt recht nett und mehr oder weniger firnig bis weich. Somit hatte ich es problemlos 2,5h ausgehalten. Wirklich viel Lust, hier in den nächsten 2 Jahren nochmal vorbei zu kommen, hatte ich nach dem heutigen Tag (und weil ich ja erst letztes Jahr hier war) aber auch irgendwie nicht mehr.


^ Der lange SL und Sommerrodelbahn/Alpincoaster


^ Kurz vor der Bergstation


^ Nette Offpiste-Varianten zwischen den Pisten im oberen Bereich, mit teils tollem Firn


^ Pano, man sah das Mittelmeer leicht schimmern.


^ Firn


^ Die linke SL-Abfahrt wird leider auch immer nerviger. Jetzt stehen schon 3 Fangzäune hintereinander. Ich geh mal schnell kotzen.


^ Offpiste rechts des SL.


^ Offpiste rechts des SL.


^ Ex-PB Sektion 2


^ Ex-PB Sektion 2


^ Ex-PB Sektion 2


^ Ex-PB Sektion 2. Vor ein paar Jahren kam man sich so geil vor, die Stütze umzufällen – als Zeichen, dass es jetzt voran geht mit dem Wiederaufbau der 2. Sektion. Seitdem liegt die Stütze hier – und keine neue Gipfelbahn.


^ Offpiste rechts des SL, teils toller Firn, weiter unten bzw. später dann auch etwas schwerer. Im Wald leider zu vergessen.


^ Etliche Rollenbatterien des SL wurden mit Bändern gestützt…


^ SL-Stütze


^ ..hier sogar mehrere Bänder ..


^ Tja… Wohl kein Geld da, um den SL besser Instand zu setzen..


^ Übungsbereich und Veranstaltung, war gut was los hier.


^ Übungs-SL. Der Baum da weiter vorne links hat die Stütze auch schon ganz gut in Beschlag genommen …


^ SL-Pano. Ganz leicht erkannte man das Mittelmeer schimmern. Hatte aber schon besseres Meer-Pano hier in der Vergangenheit.


^ IR-Zoom zum Mittelmeer. Wer genau hinsieht, sieht ein Schiff.


^ Offpiste-Variante rechts des SL. Netter Graben.


^ Offpiste-Variante rechts des SL. Netter Graben, aber im unteren, waldigeren Teil leider einskingefährdet – so wie generell im Wald heute.


^ GPS-Track, Gelb 26.3.2016, Hellblau einige vorherige Besuche (nicht alle). Rot die Ex-PB Sektion 2. Blau die aktuelle PB Sektion 1 (Skipass mit der kostet mehr)
Die alten, hellblauen Tracks haben zwar viel Unsicherheit, trotzdem fällt durch die Fangzäune auf der linken Piste die Möglichkeit meiner alten beiden ganz linken blauen Strecken weg, weil man von dem Weg, der unter meiner gelben Linie ist, nicht mehr in die Piste einbiegen kann – auch weiter unten nicht, wenn man weiter durch den Wald fahren würde.

Dass ich um 15:30 Uhr bereits wieder ging, hatte einen Grund: So konnte ich die mautfreie Alternative über die Autobahn Florenz-Siena-Perugia fahren. +20km +0,5h -ca.7,- € Maut. Nun wären die 7 € zwar noch verkraftbar gewesen, aber die Frage war ja: Sind es mir die 30 Minuten extra Skizeit wert? Und das musste ich hier und heute beneinen ;)


^ Regenbogen in Siena

Die Hotelsuche für heute Abend gestaltete sich gestern Abend recht schwierig. Nicht nur wegen des langsamen WLan, Booking.com wird auch immer nerviger. Was nützt’s mir denn auf der Karte, wenn hunderte rote Unterkünfte ohne Zimmer angezeigt werden und damit eventuell freie verdeckt werden ?? Oder dass italienische Bewertungen teilweise nur angezeigt werden, wenn man die Sprache auf Italienisch umstellt – ansonsten bleibt die Liste einfach leer (und die Sprachauswahl fehlt auch) .. Ich werd’s nie kapieren, warum man etwas Gutes nicht einfach mal so lassen kann, weil es eben nahezu perfekt ist, nein, es MUSS immer etwas verändert werden, und wenn’s dann schlechter ist, egal, Hauptsache, es ist anders.

In der Gegend um die morgigen Ziele (mit <1h Fahrzeit) gab es um/unter 50,- € ÜF so gut wie nix , mit Ausnahme eines 2-Sterne-Albergos um 32,- €. Warum dann also "nebenan" 47,- zahlen, die Bewertungen waren nicht alle schlecht. Frühstück soll wohl nix sein, so dass ich darauf verzichten kann, wenn es das erst ab 8 Uhr geben sollte. Gegen 20:30 kam ich dort an, und es stellte sich doch eher als Reinfall heraus. Erst mal hieß es, dass es 35,- € kosten würde, weil sie immer 35,- € verlangen würden. Soll sein. Das Zimmer war uralt (außer dem abgepackten LCD-TV) und eiskalt, grob geschätzt um die 14-16°. Da bucht man vor und trotzdem hält man es nicht für nötig, die Heizung einzuschalten, bevor man da ist? Ich bekam dann noch etwas zu essen, hab mich aber mit einer Portion Gnocchi begnügt. Die Teller waren auch nicht gerade sehr sauber. Und mit dem russischen Visum in meinem Pass hatten sie auch so ihre Probleme und meinten mehrmals, ich sei Russe. Nein, ich bin Deutscher, das ist ein Visum. Später wollte der alte Mann (durchaus nett, prinzipiell) vom russischen Visum meine Passnummer rauslesen. Erklärte nochmal, dass das ein Visum sei und zeigte ihm die Nummer. Aber das ist doch keine Nummer, das ist eine Buchstabenfolge?! .. OH Mann..
^ Hotelzimmer. Eiskalt, alt und die 35,- € nicht wert.

Ich erklärte dann noch, dass ich morgen um 8 Uhr ohne Frühtück abreisen werde. Hoffentlich vergisst er die Zeitumstellung nicht. Wetter soll für Montag weiterhin nicht schön werden hier und die Webcams vom Monte Prata zeigen mittlerweile mehr Braun als Weiß, also werd ich mir das eh sparen können. Auch in Frontignano soll ja kaum Schnee sein, so dass ich hauptsächlich Bolognola fahren werde, evtl. nachmittags noch kurz zum ESL in Frontignano. Wenigstens solls morgen hier sonnig werden – im Gegensatz zu weiter im Norden, womit sich der Weg hier runter wenigstens lohnen würde.

Zurück zur Frage: Wohin am Montag? Appennin fällt wettermäßig egtl. komplett aus, weder hier noch weiter im Norden. In den Nordalpen solls auch schlecht werden. Bleiben also nur die Südalpen bzw. Westalpen im Piemont, was vom Appennin zurück richtung Innsbruck ein ordentlicher Umweg samt erhöhten Mautkosten ist. Und die Rückfahrt wieder über Milano (na gut, Montag Feiertag, könnte besser sein) und Maloja-Moritz, wo es am Montag evtl. schneien könnte… Von den Skigebieten hier nach San Giacomo/Frabosa fährt man ca. 6,5h (oder 7 etwas mautsparend wieder über Siena), d.h. ich muss irgendwo auf dem Weg übernachten und werde dann auch in San Giacomo nicht all zu früh dran sein können. Wobei das Übernachten auf dem Weg auch nicht so einfach ist – jetzt über Ostern ist am Mittelmeer doch auch schon so gut wie alles voll bzw. alles etwas teurer… Warum hab ich Trottel egtl. meinen Schlafsack nicht eingepackt? Hätt ich im Autobett schlafen können. Ok, Temperaturen sind nachts um den Gefrierpunkt, das war der Grund. Außer irgendwo nahe des Meeres?! Oder wäre Skihose und Skijacke ausreichend? Meine dicke Wolldecke hätte ich ja dabei, Bett und Fensterfolien/-schaumstoff ebenso. Und die Füße könnte man in eine “Kühltüte” stecken und zubinden?! :) Und warum hab ich egtl. mein Heizgerät ausgerechnet heute nicht dabei, Hotels im Appennin sind doch immer so eine Sache in der Hinsicht.

Nach einiger Suche doch noch ein brauchbares Hotel um 50,- € ÜF gefunden, wo man bis 0 Uhr ankommen kann, zwischen Genua und Savona. Bei 1h Fahrzeit am Montag Morgen werd ich wohl sogar noch Zeit zum Frühstücken haben.

Noch ein kleines Kuriosum bei der Suche nach einem Hotel in dem Bereich (ist aber nicht das, wo ich morgen übernachten werde, englische Beschreibung zum Hotel Idea in Savona):

The nearest bus stop is Stalingrad where you can catch bus numbers 4 and 9 to Savona Train Station.

Auf Deutsch: Die näheste (!) Bushaltestelle ist Stalingrad (!) :)

(Es scheint in Savona aber tatsächlich eine Stalingrad-Straße, Via Stalingrado, zu geben, trotzdem ist das natürlich sehr ulkig geschrieben so.)

Heute Nacht Zeitumstellung, aber wenn ich morgen aufs Frühstück verzichte, hab ich die 1h wieder drin. Vorsichtshalber das iPhone auf Flugmodus gestellt und Datum auf +1 und Stunde auf +1 gestellt, um auch ja sicher zu gehen, dass die richtige Zeit morgen ist und der Alarm klingelt. Irgendeine iOS-Version hatte da mal ein Problem mit dem Wecker am Tag der Zeitumstellung, und bevor ich ausgerechnet die installiert hab …

Das Bezahlen am Morgen verlief dann beinahe problemlos (das Kreditkartenlesegerät hatte keine Verbindug; also musste ich bar zahlen), das Abendessen (Gnocchi, Wasser, Gedeck, und ungefragt eine Scheibe Kuchen) war dann immerhin mit 7,- € recht günstig. Da ich auf’s Frühstück verzichtete, bekam ich immerhin eine Flasche Wasser mit, auch nett. Trotzdem werde ich diesen Albergo kein zweites Mal besuchen.

(Fortsetzung folgt.)

Comments are closed.