SSSSS 2009 – Tag 6: 13.8.2009

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Do, 13.8.2009 – 6. Tag

Als mich mein iPhone weckte, sah der Himmel ganz nett aus – wolkig, sonnig. Also hin nach Llanberis, zum Start der Snowdon-Zahnradbahn. Auf dem Weg merkte ich allerdings, warum’s bei mir leicht aufgelockert war: Weil sich die Wolken in den hohen Gipfeln des Snowdon-Massivs fingen … und die Gipfel waren wohl alle vernebelt. Also machte das ja heute wieder keinen Sinn :-(


^ Im Snowdonia Nationalpark, schon sind die höchsten Gipfel wieder in Wolken :-(


^ Durchaus alpin, die Passstraße nach Llanberis.


^ See bei Llanberis


^ See bei Llanberis


^ Blick zum Snowdon, der da irgendwo in den Wolken steckt. Eine Auffahrt mit der Zahnradbahn macht also heute nicht wirklich Sinn :-(


^ .. bei dem Wetter ist diese leichte Berglandschaft noch langweiliger :-)

Nun, dann eben wieder retour zu den Llechwedd Slate Caverns, eine Schiefermiene bzw. die Schieferhöhlen von Llechwedd.

Der Eintritt zu den oberirdischen Museums-Hallen, Schauhäusern und der Victorianischen Straße mit Shops und Bank und so, ist gratis, auch das Parken!


^ Llechwedd Slate Caverns, links einige Museumsausstellungen, mittig hinten die Viktorianische Dorf, und mittig vorne die Bergstation der SSB


^ Ausstellung alter Arbeitsmethoden (Nachbearbeitung)


^ Grubenbahn, mit der geht’s gleich zur ersten Tour


^ Die SSB der 2. Tour


^ .. und eine etwas ältere Variante einer Personen-Standseilbahn (Inclined Tramway)


^ Alter Zug


^ Links die Rückseite der Bergstation der SSB, mittig vorne die Bank, rechts das Gasthaus und der viktorianische Souvenierladen


^ Alte Grubenbahn


^ Alte Seilwinde


^ Ausgemusterte Lok


^ Alte Druckpresse, auch weitere alte Maschinen stehen hier und da verteilt herum


^ Bank – hier kann man, wenn man will, in eine ältere englische Währung wechseln, um dann in diesem viktorianischen Dorf einzukaufen :-)

Unter Erde gibt’s 2 ca. 30-minütige Touren, die zusammen £ 15,20 kosten: Die Miners’ Tramway Tour mit der Grubenbahn und die Deep Mine Tour mit der Standseilbahn.

Beide sehr interessant – hätte nicht gedacht, dass sich so eine Miene im Vgl. zu manch anderem Bergwerk doch sehr unterscheidet. So gibt es zwar durchaus Tunnels, aber im Prinzip dienen die nur als Verbindung, der Schiefer selbst wurde in riesigen Chambers / Kammern abgebaut, ca. 20-40m breit und 10-20m hoch. Davon gab’s dann viele nebeneinander und dann auch noch ca. 15 Stockwerke in die Höhe!

Ein 4-er Trupp als Team hat in so einer Kammer gearbeitet, ca. 15-20 Jahre hatte es gedauert, bis so eine Kammer abgebaut war. Die Bezahlung erfolgte Teamweise gemäß ihrer Leistung. Kerzen und Sprengstoff mussten sie selbst zahlen. 6 Tage in der Woche, 12 Stunden am Tag mit 0,5h Pause und 3 Feiertage im Jahr. Kinder ab 10 Jahren hatten hier gearbeitet.

Im Gegensatz zu Mienen in DE und AT wurde hier nicht erwähnt, wie alt die Arbeiter wurden und wieviel bei Unfällen gestorben sind.

Die Tour mit der Grubenbahn war mit einem Führer, meistens erzählte er, ab & zu kamen die “Minenarbeiter” zu Wort. Die Deep Mine Tour wird abgesehen von der Standseilbahn komplett ohne Führer gemacht. Man geht durch eine Reihe von Kammern, in jeder Kammer erzählt ein Minenarbeiter von seinem Leben und seiner Miene, also über Lautsprecher/”Tonband”, Lichter und seine Stimme weisen einem den Weg, wenn man von einer Stelle zur nächsten gehen soll.


^ Altes Foto, das den Abbau in den unterirdischen Minen zeigt. Dier vordere Mann jagt mit Armkraft stundenland einen Stock in den Schiefer, dann kommt der Sprengstoff und die Platten rutschen ab – so ungefähr


^ Die beiden Untergrundtouren sind multimedial aufgepeppt, ehemalige Minenarbeiter erzählen ihre Geschichte. Nett gemacht.


^ Grubenbahn


^ Zum Glück hatte ich keine Wartezeiten – hier könnte man nämlich sicher mehr als 1 Stunde anstehen, soviel Platz wie hier ist …


^ Standseilbahn


^ Standseilbahn am Zwischenausstieg


^ Untergrund-Standseilbahn


^ Abwärts. Bis so ein Loch an Schiefer abgebaut ist, vergehen 10-30 Jahre…


^ Die größte Halle hat einen See – leider schwer zu fotografieren gewesen …

Im oberen Bereich gibt es, wie schon gesagt, einige Schauhäuser und Museumstrakte, die allesamt mit passendem Ton untermalt sind (Hammerschläge, Eisenbahngeräusch usw.) – und eine Victorianische Straße mit Bank, in der man Geld wechseln kann (aber nicht muss) mit dem man in den origianeln Shops oder der Bar zahlen kann – es gibt einen Drug Store, einen Süßwaren-Shop und einen Souvenierladen (zusätzlich zu einem großen außen).


^ Drogerie im Victorian Village


^ Die schwarzen Striche symbolisieren die Tramways und Railways gegen 1890


^ Manriding – Etwas ungewöhnliche Art des Transports der Arbeiter


^ Eine der vielen Ausstellungen hier


^ Schieferplatten bzw Abfall. Als Souvenier darf man sich da sicher ein kleines Plättchen mitnehmen, oder?


^ Winden-Seilbahn


^ Überblick, links der Eingangsbereich mit großem Souveniergeschäft, dann Café, Ausstellungsräume und Eingang zur Grubenbahn, davor die Bergstation der Standseilbahn


^ Überblick: Ganz vorne der Warteberich und die Bergstation der SSB, rechts das Victorian Village


^ Überblick: Das Victorian Village – ein paar Geschäfte im Stil zu Zeiten von Königin Victoria


^ Pano talauswärts, auch an den Hängen rechts wurde früher Schiefer abgebaut.


^ Seilwinde einer Seilbahn


^ Der Süßigkeitenladen im Victorian Village. Rechts hinter der Tür ist noch so ein Regal. Und fast alles hier ist käuflich!

Hab auch ein bißchen was eingekauft. Weniger eingekauft hab ich im victorianischen Souvenirladen nebenan, obwohl es auch einige interessante und witzige Dinge gab (Traffic Jam – Marmelade, und diverse Dinge im Stil vom 19. Jahrhundert eben) – aber irgendwie nichts, was ich nun wirklich benötigt hätte.

Auch am großen Souvenirshop am Eingang hab ich ewig rumgesucht bis ich mich irgendwann für ein kleines, ca. 1cm dickes und rundes Stück Schiefer entschieden hab, wo der Drache, das Wappentier von Wales, draufgemalt war. Hätte einige andere Motive gegeben, auch größere – aber schlussendlich hatte ich immer im Kopf: Wo will ich das daheim denn aufhängen? Hab ja gar keinen Platz…

Alles in allem sind die Llechwedd Slate Caverns sehr schön umgesetzt – sehr empfehlenswert, man kann hier einige Stunden bzw. einen schönen Tag verbringen, ich war ca. 4h dort!

Durch ausliegende Flyer hab ich gesehen, dass es hier außer der Zahnradbahn noch mind. 2 weitere Dinge gäbe, die mich interessieren könnte: Der electric Mountain, eine unterirdische Power-Station, glaub ein Pumpwasserspeicherwerk. Das andere wäre das King Arthur Labyrinth, was sich erst mal nichts sagend anhört, lt. Beschreibung aber ein unterirdisches Wasser-Labyrinth ist, an dem man mittels Booten durchgeführt wird (nebenbei werden einem Saagen mit Drachen usw. erzählt, damit das ganze noch mythischer sein soll ;) )

Leider wäre wohl beides zu viel für den restlichen Tag gewesen, da ich noch nach Sheffield zum Skifahren wollte.

Da Llandudno quasi auf dem Weg liegt, bin ich noch mal durchgefahren bis zur Seilbahn, schließlich konnte ich ja gestern die Talfahrt nicht machen – hier war inzwischen sonnigstes Wetter. Der Mini-Parkplatz an der Bahn war voll, und als ich umkehrte sah ich eine riesige Schlange an der Bahn – Warzeiten von mind. 30 Minuten, da so wenig Kabinen unterwegs waren (an der Bergstation standen gestern auch haufenweise ausgemusterte) und das Personal auch gestern schon nicht sehr darauf bedacht war, die Kabinen voll zu machen. Also darauf hatte ich dann keine Lust, v.a. fraglich, ob ich dann die Talfahrt zeitlich überhaupt noch schaffen könnte…


^ Wartezeiten um kurz vor 15 Uhr – nach meiner gestrigen Erfahrung sind das sicher 30-50 Minuten – und um kurz nach 16 Uhr fährt die letzte Bahn talwärts, das wird doch etwas zu eng :-(


^ Wolken in den Bergen und Sonne über dem Meer – scheint ein typisches Wetter in Nordwales zu sein.

Gegen 19 Uhr erreichte ich die Skipiste quasi mitten in Sheffield und ich entschied mich für 2h (£ 20,40 = ca. € 23,20) und meinen Skiern, da das hier doch eins der größeren Gebiete war und mehrere Abfahrten bot.


^ Blick ins Skigebiet von Sheffield


^ Übersichtsplan. Die geplante Gondelbahn und Indoor-Snow-Arena ist aus finanziellen Gründen derzeit wohl auf Eis gelegt… Zwischen SL und linker schwarzer Piste gibt’s übrigens noch eine rote.

War ziemlich voll, zwei Renntraininggruppen (an einem Slalom-Kurs) und einige Locals im Funpark (einige sprangen sogar Salti!). Im oberen Bereich gibt’s drei Abfahrten, im unteren eine, da die Anfänger-Schleife derzeit umgebaut wird, und der Funpark zu sehr ausgelastet war, als das ich da hätte durchfahren können.

Leider waren die Abfahrten nicht wirklich gut zu fahren, recht unruhig, teilweise nicht rutschig genug, dann wieder an einer bewässerten Stelle sehr rutschig, und die Buckelpiste war sehr schlecht zu fahren (unbewässert und sehr überwuchert). Überhaupt alles recht verdreckt und verwachsen gewesen – kein Vergleich zu gestern…

Da das ja ein Bügel-SL war und es am Lift immer ein paar Bügel Wartezeiten gab, bin ich auch mit dem einen oder anderen ins Gespräch gekommen.


^ Die anscheinend vor kurzem erneuerte rote Abfahrt direkt links des SL (bergwärts gesehen), also die mittlere Abfahrt


^ Die (bergwärts gesehen) rechte Abfahrt fängt recht flach an, was ohne Bewässerung etwas stumpf ist.


^ Zoom zum Riesenrad mit .. geh bitte, CWA – Gondeln? Wie einfallslos. Oder waren die für die Gondelbahn hier im Ski Village gedacht und vorbestellt? :-)


^ Um vom Ende der Abfahrt (links außerhalb des Bildes) zu den SL (rechts außerhalb des Bildes) zu kommen muss man immer etwas zu Fuß über die Matten schleifen (hinter, links und rechts neben mir)


^ Buckelpiste, die linke Piste im oberen Teil. Im unteren Teil der leichte Hang wird derzeit neu verlegt. Die Buckel hier waren grausig zu fahren.


^ .. der schmale Weg von der Buckelpiste zur Abfahrt dagegen schon eher mein Style :-)


^ Von den beiden SL war nur der linke offen, es gab immer wieder Wartezeiten, da einige Funpark’ler da waren, die einige gute Sprünge zeigten!


^ Die rechte Abfahrt, kurz oberhalb des Funparks gibt’s einen Mattenwechsel.


^ Hier gibt’s auch Vorbereitungen für eine Buckelpiste – oder war früher mal eine? Unten der Funpark.


^ Die Sonne geht unter


^ Schlepplift mit Zwischenausstieg (ganz links am Bildrand) und Verbindungs-Skiweg, um oberhalb des Funparks auf die normale Piste queren kann


^ Unterer Teil der mittleren(linken) Abfahrt, hier waren ein paar Jugendliche beim trainieren


^ SL am Ausstieg mit Sonnenuntergang


^ Nochmal die mittlere Abfahrt. Das größte Problem ist hier in Sheffield, dass Gras und tw. kleine Sträucher zu weit aus den Matten rausschaut und nicht abrasiert/abgemäht ist wie wo anders.


^ Es wird langsam dunkel auf der mittleren Abfahrt …


^ GPS-Track Sheffield Ski Village. Man sieht gut die Bauarbeiten auf der linken Piste, die in einigen Plänen als leichte grüne eingezeichnet ist. Oder kommt doch die Indoor-Halle? Und die mittlere Abfahrt wurde also nach Sept. 2008 neu verlegt.

Aufgrund der zweifelhaften Pistenverhältnisse und des irgendwie langweiligwerdens hab ich die 2h aber nicht ausgenutzt, 1:45 waren’s in etwa.

Übrigens, das Links-Fahren ist jetzt am 4. Tag kein Problem mehr. Nur wenn vor einem ein Auto steht und aus der linken vorderen Tür steigt ein Kind aus, dann kuckt man erst mal schon komisch :-)


^ Die Landschaft im mittleren Teil der Insel ist doch recht eintönig hügelig….


^ .. aber nachts hat man von diesen kleinen Hügel oft ein tolles Panorama!


^ Nachtpano vom Holme Moss Summit. Ganz schön windig hier oben, ich verkriech mich auf einen der 3 Parkplätze hier …

Hier noch ein Video zu Sheffield vom 13.8.2009:

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