Lyngdalen / Flaturet / Storwartz, 31.5.2017

Mi, 31.5.2017 – Arctic Spring Tag 12 – Lyngdalen / Flaturet / Storwartz

Da ich bis Galdhøpiggen oder Stryn morgen noch ausreichend Zeit hatte, hab ich mir ein paar Umwege ins Navi programmiert (warum gibts im Navi egtl. keine Routenplanungsfunktion “umständliche Route” ? :) ) – und im Internet gecheckt, ob die Straße offen hat. Da hab ich gesehen, dass das Schwedens höchste Passstraße ist und prinzipiell wohl sogar ganzjährig geöffnet ist – allerdings im Winter nur tagsüber und natürlich nicht bei Schlechtwetter.

Dass das dazu eine ungeteerte Dirt-Road ist, ist natürlich doppelt nett. Wobei mir wohl bei den Dirt Roads spätestens gestern ein paar Wuchtgewichte verloren gegangen sein dürften, zumindest fährt mein Auto etwas unruhiger als die Tage vorher.

Später in Norwegen hätte ich auch erst ein paar Umwege fahren wollen, hab mich dann aber doch gegen den ersten entschieden, was gut war, denn ich sah zufällig Seilbahnstützen im Augenwinkel. Kurzer Halt danach und Check auf der Karte: Bergwerk plus Museum. Also nächsten Abzweig zum Bergwerk genommen – jawohl, da stehen die Reste einer alten Lorenseilbahn. Cool. Vieles abgegangen und genug Fotos gemacht, ein paar Verletzungen davon getragen, aber es entpuptte sich doch etwas als Highlight der heurigen Reise.

(Fotos anklicken zum Vergrößern, heute etwas viel mehr)


^ Rot: Fahrstrecke 31.5.2017, ca. 550km
K) Lyngdalen, genau darunter Flatruet
L) Storwartz/Olavsgruva


^ Skigebiet nähe Myrviken/Kövra – wohl ein einzelner KSSL – das mittlerweile 4. auf dieser Reise, das ich noch nicht auf meiner Map hatte..


^ Z834 / Kövra-Börtnan – gleich mal eine Dirt Road am Morgen


^ Z834 / Kövra-Börtnan –


^ Skigebiet Ljungdalsberget, eine Poma-3SB und mit teils netten schmalen Abfahrten – da könnte man im Winter mal vorbei, wenn man in der Gegend ist..


^ Ich sah ein Schild, das zu einem weiteren Skigebiet/SL führen sollte und entschied mich, ihm zu folgen. Fehlte auch noch in meiner Map.


^ Vor dem Ort ärgerte ich mich, warum man mal wieder die Sesselbahn so weit unten gebaut hatte und da, wo jetzt noch Schnee liegt wäre nichts – ein Irrtum, denn tatsächlich ist der Hang da oben mit einem kurzen SL erschlossen !!


^ Ankunft am Parkplatz SL Fjälliften (Ljungdalen)


^ Übungslift


^ Betriebszeiten


^ Fjälliften Talstation


^ Fjälliften Strecke. Klar, lang ist er nicht, aber Steilheit passt und keine Pistenmodellierungen, vmlt. noch nicht mal präparierte Abfahrten – somit wohl genug Möglichkeiten für ein paar Stündchen. Die 3SB wäre ja schon nett mit ihren schmalen Abfahrten, aber der SL wäre für mich der wichtigere Besuchsgrund hier.


^ Fjälliften


^ Die Gummis sind allerdings schon recht spröde


^ Toiletten hat’s auch


^ Fjälliften, Zoom Bergstation


^ Fjälliften, fast komplette Strecke im Zoom

Natürlich hatte ich mir überlegt, hier eine Skitour einzulegen, aber es war wieder ein starker Wind, der aus den eh schon kalten 0° gefühlt noch viel eisigere Temperaturen machte.

Link zum Skigebiet Fjälliften:
http://www.fjalliften.se/


^ Ljungdalsberget mit der 3SB


^ Blick von der Flatruet-Straße zum Skigebiet Ljungdalsberget. Klar, die interessanten Berge weiter oben sind mal wieder nicht erschlossen..


^ 3SB-Skigebiet Sat-Bild. Aber die schmalen Waldabfahrten könnten nett sein.

Link zum Skigebiet Ljungdalsberget:
http://www.ljungdalsberget.se/


^ Die Straße übers Flatruet (Lyngdalen-Funäsdalen) soll Schwedens höchste Passstraße sein und ist sogar im Winter geöffnet (Nachtsperre), zumeist Dirt Road, wenig asphaltierte Stellen


^ Pano Flatruet-Straße


^ Flatruet


^ Flatruet


^ Flatruet / Ljungdalsfjällen


^ Flatruet


^ Flatruet. Flat = Flach ist sie, die Landschaft hier oben. Hier ist nix mit Skitour. Aber ich konnte meine Schneevorräte für die Kühlbox wieder auffüllen. Die alten, ausgemusterten Sodaclub-Flaschen eignen sich da recht gut, da breite Öffnung (schnell zu füllen) und stabiles, hartes Plastik.


^ Flatruet


^ Pano Flatruet-Straße


^ Skigebiet Funäsdalsberget


^ Skigebiet Funäsdalsberget / die EUB ist da ja echt nett trassiert, könnte man auch mal besuchen.

Link zum Skigebiet:
http://www.funasdalsberget.se/


^ Tänndalen hat der Straße folgend noch ein größeres Skigebiet, hier vorne gibt’s anscheinend noch ein kleines


^ Das Skigebiet von Tänndalen streckt sich über 3km den ganzen Bergkamm entlang


^ Rund ein Dutzend Sessel- und Skilifte laufen hier parallel


^ .. aber leider alle nur parallel und keiner auf der Rückseite.


^ Abfahrten gibt’s jedenfalls genug, aber dürften alle recht ähnlich sein. Würde ich für mich somit tiefer priorisieren als die anderen heute besuchten.


^ Tänndalen

Link zum Skigebiet:
https://www.funasfjallen.se/vinter/aktiviteter/4-hamra-tanndalen/

(Wieder in Norwegen)


^ 31 / Djupsjøen


^ Djupsjøen


^ Auffahrt zum Kupfer-Bergwerk Storwartz. Teilweise extrem schlechter Zustand, tiefe Schlaglöcher..


^ Schmale Straße direkt am See entlang – mit dem großen Bus muss das noch spektakulärer sein!


^ Nedre Storwartz


^ Nedre Storwartz


^ Alte Lorenseilbahn / Spannstation


^ See


^ Bergstation Lorenseilbahn – der Unterbau mit dem Beton-“Silo” schaut ja auch ungewöhnlich aus.


^ Gibt auch Touren; die linke hier oben aber nur Anfang Juli bis Anfang August; die andere an der Olavsgruva (Talstation Lorenseilbahn) fand wohl sogar heute statt, wie ich später merkte


^ Reste einer weiteren Lorenseilbahn ..


^ .. deren Station wohl im mittleren Stockwerk war, da scheinen Holztüren zu sein


^ Station der ehemaligen zweiten Lorenseilbahn. Eine Dritte gab’s dann noch bis Røros runter


^ Lorenseilbahn mit netten Holzstützen – und der verkupferten Landschaft


^ Ausfahrt Bergstation


^ Durch das Fenster konnte man ins Innere der Bergstation schauen


^ Bergstation Lorenseilbahn


^ Infotafel. Der Kupferabbau war von 1644-1977. Die Seilbahn von Røros wurde 1903 gebaut und war bis in die 1960er in Betrieb; die noch bestehende ist von 1941 (wurde 1899 anderswo gebaut und hier her verschoben) und soll angeblich in ‘good working order’ sein.

Andere Info:
1645: Kupfer wurde gefunden
1972: Letzte Mine wurde geschlossen
1977: Gesellschaft ging bankrott


^ Rechts der Plan der Seilbahnen


^ Plan Nedre Storwartz


^ Lorenseilbahn


^ Die Holzstützen scheinen nur auf den Boden aufgestellt und mit Steinen beschwert zu sein


^ Ein paar kleine Steinchen nahm ich mir als Andenken mit


^ So schön wie die Landschaft hier ist und so ruhig der Parkplatz hier wäre, würde ich hier nicht übernachten, weil ich Angst hätte, dass aufgrund starken Regens die Straße über Nacht unpassierbar werden würde ;-)


^ Nedre Storwartz. Die folgenden Bilder stammen aus dem großen Gebäude, rechts von meinem Auto, wo die Schneefelder sind


^ Abspann-Stütze


^ Olavsgruva, Talstation der Lorenseilbahn


^ Holzstütze


^ Lorenseilbahn, unterer Streckenabschnitt


^ Talstation Olavsgruva


^ Talstation


^ Talstation


^ Talstation


^ Talstation


^ Talstation


^ Das Seil ist hier recht tief – und ich prallte dagegen und verletzte mich – ein Seilbahnunfall!

Es schneite und nieselte während meines Besuchs hier am Bergwerk ja immer wieder mal, ein eisiger Wind war ebenso, weshalb ich auch nicht zu der Spannstation raufgelaufen bin. An der Talstation nieselte und stürmte es dann wieder und ich hatte die Kapuze tief rübergezogen und wollte bergwärts eilig nach links abbiegen, den rutschigen Boden im Blickfeld, als ich plötzlich dieses tiefliegende Seil im Gesicht hatte und mir zwei Hautabschürfungen an Nase und Wange als Souveniers mitnahm – sollte noch einige Wochen dauern, bis das verheilt war.


^ Cargo Fleet England?!


^ Ich staunte nicht schlecht, als plötzlich ein großer Bus dort hin fuhr, Touristen, die eine Führung der Grube machten. Nicht nur, dass ich nicht damit gerechnet hätte, dass da heute eine Führung sein würde, sondern auch noch, dass über diese schmale Straße ein solcher Bus verkehrt – dann muss man sich über die großen Schlaglöcher ja nicht wundern..


^ Straße zum Bergwerk und wieder retour

Somit hab ich den Tag auch rumgebracht und ich beließ es bei weiteren Umwegen und fuhr direkt in Richtung der Sommerskigebiete. Wettervorhersagemäßig gab’s kaum Änderungen den Tag über – morgen angeblich sehr sonnig in G. (bei 10 m/s Wind, sollte hoffentlich für den SL noch gehen; bei der DSB in Stryn könnte das schon problematischer sein); kaum Sonne in Stryn morgen und am Freitag in G+S kaum noch Sonne; am Folgefonna am FR+SA Regen (werd ich also leider tatsächlich auslassen müssen) – und generell auch sonst in der Gegend nirgends wirklich sonnig am FR oder SA. Na nerv.


^ 3 / Glomma


^ 29 / Folla


^ Alte BP-Tankstelle. Mittlerweile scheint es ja keine BP-Tankstellen mehr in NO/SE zu geben


^ Alte BP-Tankstelle


^ 29 / Dovrefjell


^ E6 / Dovrefjell

Essen? Morgens in Schweden ein normales Hotdog mit Röstzwiebel (in SE gibts die noch gratis zum selbst raustun, nicht kostenpflichtig wie in NO seit einigen Jahren), Mini-Burger mit Pommes in der Esso heute nur 55,- NOK; abends nochmals Bernerwürstelhotdog+Eis.


^ In einem Skandinavienurlaub darf auch ein Båt is – Boot Eis – nicht fehlen


^ 15 / Otta

Heutiges (längeres) Dashcam-Video, u.a. mit:
0:14 Dirt Road am Morgen
1:17 Skigebiet Ljungdalen/Fjälliften (Dirt Road)
1:56 Dirt Road Flatruet
4:27 Bergwerk Storwartz/Olavsgruva

(Fortsetzung folgt)

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