Cambre d’Aze, 3.3.2014

FIST – Frankreich-Italien-Spanien Tour, Tag 13, Mo, 3.3.2014, Cambre d’Aze. km 5.514 (∆ 460)

Die Nacht im eigenen Bett verlief gut warm und beinahe ungestört – denn irgendwann am Morgen fing es zu regnen an und davon wacht man im Auto natürlich schnell auf. Hab mit Unterbrechungen aber weitergeschlafen, heute mit ca. 7 Stunden so viel wie schon lange nicht mehr. Aber es war genug Zeit, da das Skigebiet Vallter 2000, wo ich heute hinwollte, eh erst ab 9 Uhr aufmachte.

Das Wetter gefiel mir jedoch gar nicht. Ich fuhr hinauf, von meinem Schlafplatz aus eine dreiviertel Stunde. Die Straße war oben Schnee bedeckt, aber vorsichtig ohne Ketten machbar. Als ich an der unteren DSB ankam, kehrte ich um. Das Wetter war nicht so wie gemeldet, Meerpano schien mir zweifelhaft, der Wind stark – kein Bock. Auf dem Weg hinunter hab ich 2 Autos Ketten anlegen sehen und als ich unten ankam, gab es eine Straßensperre von den Skigebietsbetreibern, wonach die Autos gewendet haben. Gut möglich also, dass heut wg. Wind nichts oder fast nichts in Betrieb gewesen wäre.

Nächste Ziel: Cambre d’Aze in Frankreich, wo ich aber noch über 2 Stunden Fahrt vor mir hatte. Auf dem Weg kam ich am Skigebiet Alp 2500 vorbei, das gar nicht so schlecht ausgesehen hätte, außerdem gab es Sonne. Ob aber die Sesselbahnen dauerhaft bei dem Wind in Betrieb bleiben? Außerdem ist der Skipass für beide Skigebietsteile ziemlich teuer und meine Priorität daher ziemlich gering.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)


P) Cambre d’Aze


^ Straße richtung Skigebiet Vallter 2000


^ Auffahrt Skigebiet Vallter


^ Untere DSB, Rückbringer von den linken Außenrumabfahrten


^ N260, nörlich von Ripoll


^ Ribes des Freser, von hier aus fährt die ZRB ins Skigebiet von Nuria


^ N152, Passtraße zwischen Ribes und Puigcerda (Toses)


^ Seitenpano von der N-152


^ N-152 mit Blick ins Skigebiet Alp2500, linke Seite La Molina


^ Molina-Seite


^ Molina-Seite


^ Molina-Seite


^ Rechte Seite von Alp 2500, Masella


^ Masella-Seite


^ N-152 richtung Westen

In Eyne, dem rechten Skigebietsteil von Cambre d’Aze, angekommen: Phüh, Chaos an den Parkplätzen, alles voll, näh, kein Bock. Weiter zur 4KSB und dort gerade Glück gehabt, dass einer rausgefahren ist – sonst hätte ich hier ebenfalls keinen Parkplatz bekommen. Mittlerweile war es auch schon nach 11 Uhr.

Tageskarte um 28,50 € gekauft und doch blöd gestaunt, wie voll es an der 4KSB war. Sollte später noch voller werden, auch an den an der Bergstation der 4KSB befindlichen 2 SL/KSSL gab es Wartezeiten, weshalb ich in Summe etliche Abfahrten an diesen SL und der 4KSB gar nicht gefahren bin.

Denn im rechten Skigebietsteil war’s etwas leerer. Abgesehen davon, dass die Pisten fast alle recht nett sind, 3 davon unpräpariert bleiben, gab es dank Neuschnee auch noch super Verhältnisse im Wald – und hier hat man echt unzählige Möglichkeiten, was ich mehrmals ausnützte.

Nur das Wetter war bei weitem nicht so wie gemeldet: Anstatt Trocken mit etlichen Sonnenstunden gab es bei meiner Ankunft und später am Nachmittag einige Zeit lang Schneefall.


^ Auffahrt und Blick zum rechten Skigebietssektor Eyne


^ Auffahrt und Blick zum linken Skigebietssektor St.-Pierre mit der 4KSB; links die Schneise ist ein stillgelegter KSSL


^ Pistenplan, KSSL P leider stillgelegt


^ GPS-Track, nicht alle Abfahrten, nicht alle Lifte gefahren. Dafür ein paar Abfahrten durch den Wald :) Magenta die 3 stillgelegten KSSL, evtl. gab’s noch mehr.


^ 4KSB, die Wartezeiten wurden nachmittags noch stärker


^ Bügel-SL du Pla (B) oberhalb der Bergstation 4KSB. Rechts zu sehen die schwarze Petite Noire (19)


^ Ausstieg KSSL Font-Frède (C), höchster Punkt im Skigebiet und Abfahrt 13 (3. Sektion auf KSB-Seite)


^ Abfahrt 13 am KSSL Font-Frède


^ Auf der anderen Seite des KSSL Font-Frède gibt’s die rote, unpräparierte Rinnenabfahrt Font-Frède. Wegen der bin ich hauptsächlich hier :)


^ Font-Frède


^ Kanalabfahrt Font-Frède


^ Font-Frède, im Mittelteil gibt’s mal 2 Varianten …


^ Font-Frède, wieder beide Varianten vereint. Von meinem Standpunkt aus kann man nun via Skiweg zurück richtung 4KSB-Bergstation, oder den Kanal weiter runter


^ Font-Frède, unteres Teilstück


^ Übungs-Areal im rechten Sektor Eyne mit KSSL Sapinière (F). Der KSSL in Verlängerung ist stillgelegt, die Trasse bin ich später noch gefahren


^ KSSL Liaison (K), braucht man nicht wirklich. Um die Kurve unten rum geht’s zum …


^ KSSL Coulée, mit eher unspektakulärer Abfahrt. Interessant wird wieder die 2. Sektion hier


^ KSSL Bois d’Eyne (M), im Plan rechts die 2. Sektion


^ Rechte rote Abfahrt 12 am KSSL Bois d’Eyne, leider etwas modellierter


^ Schwarze Abfahrt 20 am KSSL Bois d’Eyne, interessanter als die rote.


^ Das beste am KSSL Bois d’Eyne sind aber die Waldvarianten, wo es heute recht gut zu fahren ging :)


^ Links die Bergstation KSSL Bois d’Eyne, mit etwas Aufstieg kommt man zum stillgelegten mittleren KSSL und auch weiter in die Kanal-Abfahrt Font-Frède. Oder einfach links durch den Wald :)


^ Stillgelegter mittlerer KSSL, vmtl. Vorgänger der beiden Sektionen der rechten KSSL? Hier wird auch seine Bergstation gewesen sein. Der Hang drüber wäre aber evtl. auch noch ganz nett gewesen …


^ Eigentlich wollt ich ja durch den Wald, aber als ich die KSSL-Reste gesehen hab, musste ich erst mal diese Trasse abfahren :)


^ Ex-KSSL-Trasse


^ Ex-KSSL-Trasse, unter der Kurve


^ Ex-KSSL-Trasse, hier wars doch etwas eng, da man auch nicht mehr im Wald ausweichen konnte – ebenfalls recht dicht.


^ Übungs-Sektor Eyne


^ Am KSSL Bois d’Eyne könnte ich mich vmtl. einen halben Tag austoben, bis ich alle Waldvarianten durch hab :)


^ Durch den Wald am KSSL Bois d’Eyne


^ Gute Waldabfahrmöglichkeiten und guter Schnee dafür sind eine seltene Kombination. Heut ging’s ganz gut.


^ Stillgelegter KSSL Genitanes (P)


^ Die Talabfahrten an der 4KSB sind von der Breite und dem Modellierungsgrad auch noch gut.


^ Am KSSL Font-Petite (D), die 2. Sektion rechts der 4KSB, staute es sich leider die ganze Zeit, so dass ich ihn nur 2 oder 3x fuhr.


^ An der schwarzen 19 Petit-Noire, links des KSSL Font-Petite war ich plötzlich erstaunt, am Horizont das Meer zu sehen!


^ Meerblick an der Petit-Noire (IR)


^ Zoom Mittelmeer von der schwarzen Petit-Noire


^ IR-Zoom Mittelmeer von der schwarzen Petit-Noire


^ Die Petit-Noire hatte noch einen gar nicht so kleinen Steilhang! In Bildmitte die 4KSB


^ Bügel-SL Pla, leider auch hier zu viele Leute, daher nur 1x gefahren. Die Steilhänge in Bildmitte könnte man vom KSSL Font-Frède reinfahren


^ Linke Abfahrt Roc Rouge (siehe rechts oben) am SL du Pla, leicht, aber nett trassiert


^ An der blauen Roc Rouge mit Blick zu den Felsgipfeln des Cambre d’Aze (über 2700m)


^ 4KSB, rechts davon die beiden Sektionen KSSL, wobei die obere Sektion bis zum kleinen Plateau geht, das oben am Grat rechts des Seils zu sehen ist. Schade, dass da nicht noch ein KSSL weiter rauf geht, lt. GE gingen sich noch 200 hm baumfreies Gelände aus


^ Rückblick in den linken Skigebietssektor St. Pierre

Erst ganz zum Schluss gab es an der 4KSB weniger Wartezeiten, und obwohl sie bis 17 Uhr lief, war meine letzte Fahrt um 16:35, da ich ja mal wieder 3 Stunden fahren musste.

Fazit: Dank der netten On- und Offpisteverhältnisse hatte es mir ganz gut gefallen. Dennoch blieb ein Problem: Wenn selbst in so einem “unterentwickelten” Skigebiet, wo es etliche modernere und größere in der Umgebung gibt, heute so viel los war, folglich also Ferien sein müssen, was wird das für die restliche Woche für Auswirkungen auf meine Skigebietswahl haben? Das geplante Gréolières morgen werd ich auslassen, das ist schon in der Nichtferienzeit voll. Und die großen Gebiete im Massif Central wird man wartezeitentechnisch ebenso vergessen können (Schade, wäre jetzt alles offen und genug Schnee). Mist. Wär ich doch in Spanien geblieben. A propos, zum großen Einkauf bin ich jetzt in Spanien natürlich auch nicht mehr gekommen. Bis vorgestern dachte ich ja noch, ich würde die restliche Woche in Spanien bleiben! Wären da nicht die fetten Sonnensymbole für die frz. Südalpen für die nächsten beiden Tage im Wetterbericht gewesen …


^ Train Jaune – scheint ein nettes, Tram-mäßiges Bähnchen zu sein


^ N116 im Têt-Tal


^ N116 im Têt-Tal und schöne Eisenbahnbrücke Pont Séjourné der Train Jaune

Einkaufen musste ich heute in Frankreich auch noch – denn gestern Nachmittag kündigte sich mit Halsschmerzen ein grippaler Infekt an. Na super, wo und warum hab ich mich jetzt bitte angesteckt? Sind schon wieder 3-5 Jahre vorbei seit meinem letzten Schnupfen? Aber pünktlich 24 Stunden nach dem Halskratzen ging das heute Nachmittag los. Und folglich brauchte ich eine Großpackung Taschentücher, sowie Halsbonbons. Was inkl. Tanken also wieder eine halbe Stunde Zeitverlust bedeutete und ich somit erst um 20:30 Uhr in Nîmes ankam, wo ich mir im Süden mal wieder ein ibis-budget um 35,- reserviert hatte.

Obwohl die ibis-budgets, die ich bisher besucht hab, allesamt ehemalige etap-hotels sind, sind doch fast alle etwas anders, was die Zimmerausstattung angeht. Dieses hier ist in den von mir bisher besuchten am untersten Level, da das WC keine aufklappbare Klobrille hat (stattdessen so ein Kunststoffgesamtguss) und die Dusche neben dem WC mit fest installiertem Duschkopf und ohne Vorhang/Tür zum WC ist. Waschbecken ist eh an einer anderen Ecke des Zimmers, das ist auch nicht in jedem Ex-Etap so. Dafür gäbe es Frühstück bereits am 5:30 Uhr :) Na, so früh werd ich noch nicht abreisebereit sein …


^ Nicht jedes Ibis-Budget-former-Etap-Hôtel ist toll, es gibt auch negative: Keine Klobrille (Plastiksitz), Dusche daneben ohne Tür, fest installierter Duschkopf.

Bin dann noch kurz zum nächsten Quick gefahren, da ich für größeres Essen keine Zeit mehr aufwenden wollte, schließlich hatte ich noch einiges zu tun heute und morgen will ich auch nicht so spät raus, denn von Nimes fährt man ja auch noch einige Zeit zu den nächsten Skigebieten.

Nîmes an sich liegt übrigens recht zentral zwischen den Gebirgen und bietet mir mehrere Richtungen an: West und Nordwest ins Massif Central, Nord zu den Skigebieten des Drôme-Alpenvorlands, Nordost zum Ventoux, den Meeralpen und Italien, Ost nach Korsika (macht wettermäßig leider keinen Sinn) und Südwest zurück in die Pyrenäen (das macht wettermäßig aber ja auch keinen Sinn, deshalb bin ich ja weg von dort ;) ). Wo wird’s die nächsten Tagen am Sonnigsten? Wo sind die geringsten Warzeiten zu erwarten? Wo will ich am Ende der Woche sein? Nur eins ist klar: Dass ich Spanien so schnell verlassen musste, bedauere ich schon jetzt. Spätestens in 3 Jahren wird meine Pyrenäentour fortgesetzt und auch die restlichen Teile Spaniens befahren.

Hab auch noch kurz die Schulferien in Frankreich gecheckt: Es gibt 3 Zonen, Zone A hat vom 1.3. bis 17.3., Zone B vom 22.2. bis 10.3., Zone C (u.a. Paris) vom 15.2.-3.3.. Die Franzosen haben überhaupt viel Ferien! 2 Wochen im Herbst (Ende Oktober, alle gleich), 2 Wochen Weihnachten-H3K (alle gleich), 2 Wochen Winterferien (Februar/März, versetzt), 2 Wochen Frühlingsferien (April/Mai, versetzt) und 2 Monate Sommerferien (alle gleich)!

D.h. diese Woche haben 2 Zonen Ferien, halb Frankreich sozusagen. Auweh. Was heißt das für mich? Ganz klar – Flucht nach Italien, sobald es das Wetter zulässt – und das ist nach aktuellem Stand Mittwoch bis Sonntag durchgehend. D.h. aber auch, dass ich morgen eher nicht in den Norden (Drôme), sondern doch eher in den Osten fahren werde. Dank viel Schnee, verspätetem Saisonstart und Karnevalswoche scheinen auch im nördl. Appennin einige Skigebiete diese Woche durchgehend geöffnet zu sein.

Wie befürchtet kam ich mit der ganzen Zielsucherei für die nächsten Tage natürlich wieder nicht zeitig ins Bett, sondern erst um 1 Uhr und stelle den Wecker halt wieder um kurz nach 7 Uhr. Egtl. wollte ich länger schlafen, egtl. wollte ich früher raus, denn ich hab mir auch noch das Frühstück morgen dazu genommen.

Das Einschliefen fiel mir heute aber nicht nur wg. der verstopften Nase schwer – eine gute halbe Stunde lang meinten irgendwelche Gäste, wie Elefanten im Porzelanladen rumzutrampeln und das halbe Zimmer auseinander zu nehmen. Zumindest hörte es sich so an. Manchmal frag ich mich, ob sich die gleichen Menschen in günstigen Hotels asozialer benehmen als sie sich in teuren Tempeln verhalten würden?!

(Fortsetzung folgt.)

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