Popova Shapka, 22.2.2013

Südosteuropa 2013, Tag 8: Popova Shapka
Fr, 22.2.2013

(Vorabend)

Abends ging es von Mavrovo noch nach Popova Shapka, wo wir oben leider das Problem hatten, dass man nicht in den Ort reinfahren durfte, weil die nächsten 3 Tage irgendein Skirennen ist. Da wir kein Hotel gebucht hatten, hätten wir uns also erst mal eins suchen müssen und dann unser Gepäck irgendwie dort hin bringen müssen – schlechte Idee. Oder anders gesagt: Gut, dass wir keins reserviert hatten!


^H: Попова Шапка / Popova Shapka


^ In Tetovo. Die Schilder hier in der Gegend sind etwas ungewöhnlicher in der Hinsicht, dass Ortsnamen in lateinischen Buchstaben nicht die transkripierten Namen der kyrillischen sind, sondern die albanischen Namen.


^ Talstation der stillgelegten ZUB am Rand von Tetovo


^ Eine Stütze der Ex-ZUB


^ Das Tragseil der Ex-Zub ist hier gerissen?!


^ Eine Stütze der Ex-ZUB

Also wieder runter nach Tetovo, wo wir uns in ein 2 oder 3-Sterne-Hotel einquartierten (um 35,- € für’s DZ mit ÜF, also 17,50 € pro Person ÜF inkl. WLan). Günstig, allerdings war das Zimmer von innen wesentlich abgewohnter und “defekter” als man es von außen oder dem Restaurant erwartet hätte. Evtl. hätten wir auch nach einem teureren (und besseren) Zimmer fragen können?

Auch die Restaurantpreise scheinen hier in Mazedonien prinzipiell günstiger zu sein als z.B. in Montenegro. Mittags im Hotel im Skigebiet ja bereits einen großen Hamburger mit Pommes um 3,90 €, abends ein reichhaltiger Teller mit gefüllten Fleischröllchen um 6,40 € (im Hotelrestaurant), Pizzen kosten so um die 3 bis 5 € und die Getränke (Cola, Wasser) um die 80 Cent.


^ Hotelzimmer in Tetovo

Zum Frühstück gab es anscheinend nur Omelette mit Fetakäse (und Tomatenscheiben, und Weißbrot). Naja. Immerhin musste ich den O-Saft diesmal nicht extra zahlen..

Am Morgen sind wir also wieder nach Popova Shapka rauf gefahren – nachdem die ZUB schon seit etlichen Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Wie befürchtet, durfte man auch heute nicht zum richtigen (kleinen) Liftparkplatz im Ort fahren, sondern musste außen bleiben, weil ja heute, morgen und übermorgen dieses blöde Skirennen ist.

Da wir außerdem nicht wussten, wo die Skipasskassen sind, gingen wir eine viel weitere Strecke als es nötig gewesen wäre (abends nahmen wir den kürzeren Fußweg retour). Viel zu viel Gelaufe jedenfalls, gibt einen Negativpunkt.

Skipass kostete – wie auch schon gestern in Mavrovo – 900 MKD, was so um die 14,- € sind. In Betrieb waren fast alle Lifte, insofern genügend wenn man alle Abfahrten hätte fahren können.

“Hätte”, denn das blöde Skirennen ist natürlich genau in den unteren 2/3 der genialen langen und höhenmeterintensiven DSB, die 1-2 Abfahrten und viel Freeridepotential (und natürlich ein geniales Pano) erschließt. Als ob es nicht schon nervig genug wäre, dass für dieses nervige Rennfahrerpack eine Piste gesperrt ist, nein, wir sind auch nicht elitär genug, um heute überhaupt die DSB fahren zu dürfen. Weder um die Freeridepisten rechts der DSB fahren zu dürfen, noch um einfach ohne Ski als Fußgänger mal rauf und runter fahren zu dürfen, auch nicht nach mehrmaliger Bettelei. Da sind die mazedonischen Sicherheitsrichtlinien wohl um einiges strenger als bei uns. Nerv.

A propos Security – an jedem Lift stehen 1-2 Security-Männer und kontrollieren die Skipässe. Keine Ahnung ob das immer so ist oder nur wegen dieses blöden Rennens.

Schnee war leider auch nicht sehr geil heute (war leider viel zu warm, von der früh weg), der untere Stock des Skigebiets ist doch recht eintönig, und der Geniale-Schnee-Bonus, den es gestern in Mavrovo gab, fiel heute auch weg. Da tröstete auch das sonnige Wetter nicht darüber hinweg – eher im Gegenteil, jetzt wäre es heute sonnig gewesen, die DSB wäre heute in Betrieb gewesen (und nicht nur wie befürchtet nur am WE), es gibt dort sogar Abfahrten (und nicht nur wie befürchtet Bergfahrt nur für Fußgänger), und dann sind wir nicht elitär genug, da rauf fahren zu dürfen. Nerv!!

(Fotos anklicken zum Vergrößern, soweit nicht vergrößert gepostet.)


^ Talstation der stillgelegten ZUB, es liegen auch einige alte Leitner-Sessel rum.


^ Ehemalige Mittelstation (Winkelstation)


^ GPS-Track mit Zubringer-ZUB


^ GPS-Track. Türkis die heute nicht geöffneten Lifte, Rot die stillgelegten Lifte.


^ Skigebiet und Parkplatz


^ Die geniale DSB, für uns heute leider nicht geöffnet


^ Die Hügel mit den SL


^ Könnte evtl. mal eine Bergstation gewesen sein?!


^ KSSL und die neuere DSB


^ Im Graben zu Kasse und KSSL/blau-DSB


^ ZUB-Stütze vor der Bergstation


^ Bergstation der stillgelegten ZUB, dahinter die lange (Montaz?)-DSB


^ Die lange DSB, deren wir heute leider nicht würdig waren.


^ Vorne die 2. Sektion SL nach dem KSSL mit der flachsten Abfahrt im Skigebiet, hinten die schönen Off-Piste-Hänge der DSB.


^ Die lange DSB von der Seite aus


^ Pano von den SL-Bergstationen


^ Die beiden oberen SL und die flache Blaustützen-DSB; im Tal unter der Nebeldecke liegt Tetovo


^ Pano mit KSSL und DSB


^ DSB und KSSL


^ Die flache DSB mit den blauen Stützen gen Nebelmeer. Wurde erst vor kurzem aufgestellt, also irgendwo gebraucht gekauft.


^ Vorne der steilste SL mit seinen Portalstützen, hinten ist der SL zu sehen, der von links parallel zum KSSL kommt.


^ Der Portalstützen-SL


^ Talstation des Portalstützen-SL. Hinten die Bergstation der ZUB und die Talstation der langen DSB.


^ Nochmals ein wehmütiger Blick zur langen DSB. Zeitweise fuhren auch Leute off-piste rechts ab. Waren wohl Priviligierte.


^ Auf der Abfahrt des Portalstützen-SL


^ Talstation des Portalstützen-SL. Warum der nicht bis runter in den Graben geht?!


^ Blaustützen-DSB und KSSL


^ KSSL und dahinter die lange DSB, die wg. eines Skirennens am Wochenende für uns nicht fahrbar war.


^ Blaustützen-DSB und die SL


^ Die beiden oberen SL im vorderen Gebiet.


^ Bergstation der blauen DSB


^ Neben der langen DSB stand noch ein anderer Lift, hier sind die Überreste. Die Bergstation ist wohl (fast) komplett unter Schnee…


^ Vormittags noch alles sauber – nach Mittag alles voller Chipstüten und anderem Müll. Manche Kulturen muss man nicht verstehen …


^ Skipass. Die schöne Bommel-Kordel ist inkludiert – und wiederverwendbar ;)

Fazit: Aufgrund der negativen Erfahrungen ist es mehr als fraglich, ob ich noch irgendwann einen 2. Versuch unternehmen werde, die DSB zu fahren. Ganz einfach auch weil ich für das restliche Gebiet kein 2. Mal kommen würde.

Um kurz nach 14 Uhr haben wir’s gelassen, da wir ja noch nach София / Sofia wollten, was trotz der eher wenigen km eine relativ lange Reise war – auch wg. der Tatsache, dass Bulgarien in einer anderen Zeitzone liegt und wir somit nochmal eine Stunde verloren hatten.

Da ich noch etliche mazedonische Denari hatte, wollten wir noch Essen gehen – allerdings ließen wir die interessanteren aus und dann kam nix mehr. Auch Supermärkte lagen nicht wirklich auf dem Weg, so dass ich nur noch in der Tankstelle im letzten Ort vor der Grenze was eingekauft hab. Durchaus einiges, aber wenn hier alles so günstig ist fiel es mir schwer, mehr als die Hälfte aus zu geben, so hätten wir mit dem Rest (ca. 500,- MKD, also 7-8 €) locker noch Essen gehen können, es kam aber bis zur Grenze auch nix mehr. Tja. Hab ich für’s nächste Mal was…


^ Auf dem Weg von Mazedonien nach Bulgarien


^ Auf dem Weg von Mazedonien nach Bulgarien

Die Grenze in Bulgarien passierten wir problemfrei (Austria? Weiter!), allerdings zu schnell, um die Vignette zu kaufen. Ich dachte, es käme noch – so wie beim letzten Mal von Griechenland kommend – ein eigenes Mautstationshäuschen, wo man die Vignette zwangsweise kaufen kann. Kam aber nix mehr. Umkehren wollten wir dann auch nicht, wird schon eine Tankstelle kommen.

Nun, es kam lang keine. Dann ein paar Häuser und Polizei, die die Fahrzeuge anhielt. Mist. Ich eine Kreuzung vorher angehalten. Was jetzt? Zurück zur Grenze fahren und die Vignette kaufen? Aber hier umkehren, das fällt ja mal extrem auf. Also weiterfahren und kontrollieren lassen. Zum Glück kontrollierten sie wohl nicht die Vignette und wir durften weiter fahren.

An der nächsten Tankstelle – nein, leider keine Vignetten. An der übernächsten Tankstelle, die Preise hingen aus – nein, leider keine Vignette. Erst an der dritten Tankstelle, weit von der Grenze weg, erhielten wir die Vignette (um 10 lv, also ca. 5,- €). Puh. (Übrigens, kontrolliert wurde ich erst wieder ein paar Tage später an der Grenze zu Serbien!)

Leider hab ich mich an einem Kreisverkehr vor Sofia für die falsche Anfahrt entschieden, so sind wir erst über die Autobahn um das Vitosha-Massif rum und vom Norden her nach Sofia rein. Dort ist die Ringstraße noch nicht ausgebaut, genauer gesagt war das hier so ziemlich die schlechteste Straße der ganzen Route. So breite und tiefe Löcher in der Straße, wo man bei 50 km/h wohl sogar einen Achsbruch riskiert. Nachts wahrlich nicht angenehm, aber es war vorteilhaft, dass genügend Verkehr war und man sah, wo die Autos vor einem ausgewichen sind ;-)

Einquartiert haben wir uns – wieder – im Hotel Jasmin um 35,- € pro EZ ÜF, weil günstig und praktisch gelegen. Was hier immer etwas blöd ist, ist die Aufteilung auf 3 Häuser. Wir hatten das Pech, dass unsere Zimmer im unteren Haus liegen; der Frühstücksraum ist im oberen Haus und das Restaurant ist im Haus auf der anderen Straßenseite. Das war zwar für unsere Verhältnisse günstig, aber das Fleisch des Mixed Grills war tw. zu trocken und es hätten mehr Pommes und weniger Fleisch sein können.

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